Rocky lässt boxen: Filmtipp „Creed – Rocky’s Legacy“

Sylvester Stallone ist zurück in seiner Paraderolle. Und schickt in „Creed – Rocky’s Legacy“ seinen Nachfolger in den Ring
Trailer zum Boxfilm „Creed – Rocky’s Legacy“

Sylvester Stallone ist zurück in seiner Paraderolle. Und schickt in „Creed – Rocky’s Legacy“ seinen Nachfolger in den Ring. Tiefschlag oder Volltreffer? Wir verraten‘s

Boxfilme gehen eigentlich immer. Denn seit Rocky (1976) hat die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Underdog-Boxers viele sehenswerte und erfolgreiche Filme hervorgebracht. Aber ich muss zugeben, dass ich von der Ankündigung eines neuen Rocky-Films nicht begeistert war. Erstens war Rocky Balboa (2006) nach einigen Höhen und Tiefen ein überraschend guter und würdiger Abschluss der Reihe. Zweitens ist Sylvester Stallone schon fast 70. Und drittens dachte ich, dass eigentlich alles erzählt ist. Falsch gedacht. Regisseur Ryan Coogler ist es gelungen, das Rocky-Universum in die Gegenwart zu transportieren. Mit Rocky als Trainer und einem Newcomer, der auch künftige Boxfilmfans begeistern wird. So gesehen ist Creed – Rocky’s Legacy ein richtiger Volltreffer geworden.

Boxlegende Rocky Balboa (Sylvester Stallone) lässt sich überreden, Newcomer Adonis Johnson (Michael B. Jordan)
Boxlegende Rocky (Sylvester Stallone) trainiert Newcomer Adonis (Michael B. Jordan)

Darum geht’s in Creed – Rocky’s Legacy: Der uneheliche Sohn von Boxlegende Apollo Creed Adonis Johnson (Michael B. Jordan) hat seinen Vater nie kennengelernt (Apollo starb in Rocky IV im Ring). Gegen den Rat seiner Familie entscheidet sich Adonis Profiboxer zu werden und reist nach Philadelphia. Sein Ziel: Rocky Balboa (Sylvester Stallone), den einstigen Boxgegner und Freund seines Vaters, zu überreden ihn zu trainieren. Balboa will davon zunächst nichts hören, hat mit dem Boxsport nichts mehr am Hut. Doch dann erkennt er das Talent des Newcomers.

"Creed – Rocky’s Legacy" schafft es, der Rocky-Reihe neues Leben einzuhauchen

Box-Opa Stallone macht Platz
Creed – Rocky’s Legacy
ist eine Art Genartionenwechsel, bei dem Box-Opa Stallone in den Hintergrund tritt und Platz macht für einen neuen Star. Überraschenderweise gelingt das hervorragend, was an den beiden Hauptdarstellern, aber auch an Regisseur Ryan Coogler liegt. Dem gelingt das Kunststück, viele Motive und Anspielungen der Reihe aufzugreifen, so dass sich Creed – Rocky’s Legacy wie ein richtiger Rocky-Film anfühlt. Ohne dabei kitschig oder platt zu wirken. Dabei erfindet Coogler weder das Genre noch die Rocky-Filme neu, sondern modernisiert sie respektvoll. Nebenbei ist Creed auch ein gelungener Boxsportfilm mit exzellenten Kampfszenen.

Fazit: Totgesagte boxen länger. Creed – Rocky’s Legacy schafft das Unglaubliche – einem Filmklassiker neues Leben einzuhauchen. Für Rocky- und Box-Fans ein absoluter Pflichttermin.

Creed – Rocky’s Legacy (USA 2015)

Regie:

Ryan Coogler

Drehbuch:

Ryan Coogler, Aaron Covington

Darsteller:

Michael B. Jordan, Sylvester Stallone, Tessa Thompson

Länge: 

133 Minuten

Start: 

14. Januar 2016

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