Kleine Helden, große Action: Unser Filmtipp "Der Hobbit – Smaugs Einöde"

Im zweiten Teil der „Hobbit“-Trilogie hetzen Hobbit Bilbo und 13 Zwerge im Dauerlauf quer durch die Fantasy-Welt Mittelerde. Ein grandioses Action-Spektakel!

Schluss mit flegelhaften Dinnergelagen, traurigen Zwergenliedern und spaßigen Troll-Prügelleien. Während Teil 1 der Hobbit-Trilogie mit ausholenden Einleitungen und Nebenhandlungen nur sehr langsam in Fahrt kam, geht’s in Der Hobbit – Smaugs Einöde gleich richtig zur Sache. Regisseur Peter Jackson schickt Hobbit Bilbo und seine 13 Zwerge auf eine pausenlose Hetzjagd quer durch Mittelerde. Zeit zum Durchatmen bleibt den kleinen Helden aus J. R. R. Tolkiens Kinderbuch dabei nicht. Stattdessen gibt’s atemberaubende Actionszenen, spektakuläre Verfolgungsjagden und beeindruckende Landschaftaufnahmen im Dauerfeuer. Ergebnis: ein grandioses, temporeiches Heldenepos, das –  trotz 160 Minuten Länge – keine Minute langweilt.

Zwergen-Chef Thorin (Richard Armitage) will mit Hilfe von Bilbo (Martin Freeman) die Zwergenstadt Erebor zurückerobern
Regisseur Jackson schickt Hobbit Bilbo und seine Zwerge auf eine temporeiche Hetzjagd quer durch Mittelerde

Darum geht’s in Der Hobbit – Smaugs Einöde: Um die von einem Drachen verwüstete Zwergen-Stadt Erebor zurückzuerobern, reist eine Gruppe Zwerge – angeführt von Zauberer Gandalf (Ian McKellen) und Zwergenprinz Thorin (Richard Armitage) – quer durch Mittelerde. Mit dabei: Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman), der für die Zwerge zu geeigneter Zeit einen großen Edelstein aus dem Drachenhort stehlen soll. Auf der Flucht vor fiesen Orks gerät die Reisegruppe in den Düsterwald, wo es nicht nur vor gefährlichen Spinnen und unbekannten finsteren Mächten wimmelt. Die Zwerge werden auch noch von den von ihnen verhassten Waldelfen gefangen genommen. Elfenkönig Thranduil (Lee Pace) will einen Pakt mit Thorin schließen, doch der will mit Elfen nichts zu tun haben. Also liegt es an Bilbo und seinem magischen Ring, mit dem er sich unsichtbar machen kann, die Freunde zu befreien.

Neue Charaktere für den
Neue Charaktere für den "Hobbit": die Elfin Tauriel (Evangeline Lilly) und Herr-der-Ringe-Held Legolas (Orlando Bloom)

Meisterstück der Actionunterhaltung
Kaum zu glauben, dass „Der kleine Hobbit“, die Vorlage zu Peter Jacksons Fantasy-Trilogie, ein Kinderbuch ist. Denn mit Kinderunterhaltung hat der düstere und durchaus brutale Fantasy-Film nichts mehr zu tun. Der Hobbit – Smaugs Einöde ist zudem weit entfernt von einer werktreuen Romanverfilmung. Regisseur Jackson ist sehr erfinderisch, lässt völlig neue Hauptfiguren (wie die Elfin Tauriel) und sogar den Herr-der-Ringe-Helden Legolas (Orlando Bloom) auftauchen. Zum Glück. Denn anders hätte Jackson aus dem 340-Seiten starken Buch kaum ein dreiteiliges, insgesamt 9-stündiges Action-Epos machen können. Was echte Tolkien-Fans verärgern dürfte, ist allerdings ein großer Pluspunkt der Verfilmung. Denn einige der neuen und erweiterten Szenen, wie etwa die atemberaubende Flucht der Zwerge in Fässern auf einem reißenden Fluss, wobei sie gleichzeitig von Orks attackiert werden, gehört zu den Höhepunkten des Fantasy-Spektakels.

Fazit: Der Hobbit – Smaugs Einöde ist nichts weniger als ein Meisterstück der Actionunterhaltung. Großes Abenteuerkino, das ohne viel Geplapper sofort Fahrt aufnimmt. Und das – wie bei Mittelteilen so üblich – mit einem fiesen Cliffhanger endet. Folge: Sie werden das Finale der Trilogie, das Ende 2014 anlaufen soll, kaum erwarten können.

Der Hobbit – Smaugs Einöde (USA, Neuseeland 2013)
Regie:
Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro
Darsteller: Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage, Orlando Bloom, Lee Pace
Länge: 161 Minuten
Start: 12. Dezember 2013

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