Captain America räumt beim Geheimdienst auf : Unser Filmtipp "The Return of the First Avenger"

Trailer zum Action-Film
Trailer zum Actionfilm "The Return of the First Avenger"

Comic-Star Captain America lässt zum zweiten Mal auf der großen Leinwand seine Muskeln spielen. Warum der Supersoldat der sympathischste Marvel-Held ist

Captain America ist vielleicht der sympathischste Held, den die Comic-Schmiede Marvel jemals auf die große Leinwand brachte. Der gutmütige, bescheidene und schmalbrüstige Hänfling Steve Rogers verwandelte sich erst per Superserum in einen ansehnlichen Muskelprotz – inklusive Sixpack, XL-Arme und Superkräfte. Während Rogers in Captain America (2011) im Zweiten Weltkrieg noch fiese Nazis vermöbelte, ist der Supersoldat nach 70 Jahren im Schockschlaf inzwischen in der Neuzeit angekommen. Und zusammen mit Iron Man, Hulk und ThorTeil des Superhelden-Teams Avengers. In seinem zweiten Solo-Leinwandabenteuer darf der nette Muskelprotz sogar die Daseinsberechtigung seines Arbeitgebers, des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., in Frage stellen. Neben solch aktuellen politischen Untertönen überzeugt The Return of the First Avenger hauptsächlichals geradliniges Action-Kino mit vielen temporeichen Kampfszenen und Verfolgungsjagden. Bonus: An Captain Americas Seite sorgt erneut sexy Scarlett Johansson als S.H.I.E.L.D.-Agentin Black Widow mit gekonnten Schlägen und Tritten für Abwechslung.

Captain America (Chris Evans) und Black Widow (Scarlett Johansson) wollen eine weitreichende Verschwörung aufdecken
Captain America (Chris Evans) und Black Widow (Scarlett Johansson) werden von ihrem eigentlichen Arbeitgeber, dem Geheimdienst S.H.I.E.L.D., gejagt

Darum geht’s in The Return of the First Avenger: Während Steve Rogers (Chris Evans) sich nach 70 Jahren im Eis langsam an sein Leben im 21. Jahrhundert gewöhnt, wird sein Vorgesetzter – S.H.I.E.L.D.-Boss Nick Fury (Samuel L. Jackson) – von Unbekannten aus dem Verkehr gezogen. Kurz darauf wird Rogers selbst als Verräter durchs Land gejagt und S.H.I.E.L.D.-Gründer Alexander Pierce (Robert Redford) übernimmt die Macht in der Geheimorganisation. Zusammen mit seiner Partnerin Black Widow (Scarlett Johansson) will Rogers die weitreichende Verschwörung aufdecken. Doch Pierce hetzt Ihnen einen mysteriösen Killer, den so genannten Winter Soldier (Sebastian Stan), auf die Fersen.

Captain Americas neuer Widersacher: der Winter Soldier (Sebastian Stan)
Captain Americas ebenbürtiger Widersacher: der Winter Soldier (Sebastian Stan)

Altmodisches Actionfeuerwerk
Dass Marvel Comics eine Superhelden-Verfilmung nach der anderen raushaut, hat Folgen: Denn obwohl The Return of the First Avenger mit grandios choreographierten Kampf- und futuristischen Actionszenen punkten kann, bleibt der Superheldenspaß recht altmodisch: Die Story ist zu geradlinig und althergebracht, dass es Kinofans aus dem Sessel haut. Auch setzt die Comicverfilmung weniger auf Humor und Emotionen als der Vorgänger. Das bedeutet zum Glück nicht gleich, dass The Return of the First Avenger zum Durchschnitts-Blockbuster verkommt. Dafür ist die Action zu gut und Captain America, der menschlichste aller Marvel-Helden, zu sympathisch. Denn Evans spielt den Supersoldaten nicht – wie man hätte erwarten können – als überpatriotischen Muskelproll, sondern als etwas unsicheren aber intelligenten Kämpfer für Gerechtigkeit.

Fazit: The Return of the First Avenger ist ernster und düsterer als die bisherigen Avengers-Filme. Kein Höhepunkt der Serie, aber ein gelungenes Actionfeuerwerk, das es kurz vor dem erneuten Zusammentreffen der Avengers 2015 noch einmal ordentlich krachen lässt.

The Return of the First Avenger (USA 2014)
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller: Chris Evans, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson, Robert Redford, Sebastian Stan
Länge: 136 Minuten
Start: 27. März 2014

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