Mutanten auf Zeitreise: Unser Filmtipp "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"

Die X-Men schicken Wolverine in die Vergangenheit, um dort die Welt und ihre Zukunft zu retten. Wir verraten, warum der neue „X-Men“-Film kein kein x-beliebiger Action-Krawumm ist

Wolverine, Magneto, Professor X, Raven, Storm, Iceman, Cyclops, Beast, Colossus – bei den unzähligen Superhelden der Comicserie X-Men, wer blickt da eigentlich noch durch? Jetzt wird’s sogar noch komplizierter: Im neusten Kinoblockbuster der Mutanten-Superhelden treffen per Zeitsprung gleich 2 Generationen der Filmreihe aufeinander. Die jugendlichen Versionen aus dem 2011-Prequel X-Men: Erste Entscheidung und die „alten Knacker“ der Ursprungs-Trilogie müssen gemeinsam die Welt retten. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit hat allerdings alle Voraussetzungen für einen grandiosen Action-Thriller: jede Menge cooler Superhelden, ein Dutzend großartiger Schauspieler (unter anderem Jennifer Lawrence, James McAvoy, Patrick Stewart, Ian McKellen, Michael Fassbender, Hugh Jackman, Peter Dinklage) und spannende Zeitreise-Verwicklungen. Trotz eines mittlerweile recht übersättigten Superheldenmarktes und der komplexen Hintergründe der Vorlage schafft es Regisseur Bryan Singer, einen schwungvollen, lockeren und sehr unterhaltsamen Actionspaß hinzulegen. Für Nicht-Fans bietet das Generationentreffen der Mutanten immerhin sehenswerte Special Effects, gut platzierte Gags und erstklassige Actionszenen.

Wolverine (Hugh Jackman) soll in den 70ern einen zukünftigen Krieg zwischen Menschen und Mutanten verhindern
Alles auf Start: Wolverine (Hugh Jackman) soll in den 70ern die Zukunft der Mutanten sichern

Darum geht’s in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit: Das Ende der Mutanten ist nahe. Kurz vor der Vernichtung durch eine Armee von Riesenrobotern, den sogenannten Sentinels, schicken Professor Charles Xavier (Stewart) und Magneto (McKellen) Wolverine (Jackman) telepathisch 40 Jahre in die Vergangenheit, um dort die Ereignisse zu beeinflussen, die zum alles vernichtenden Krieg mit Menschen und Robotern führen werden. In den 70ern angekommen benötigt Wolverine allerdings die Hilfe des jungen Charles (McAvoy) sowie von Magneto (Fassbender). Das erste Ziel: In Paris die Gestaltenwandlerin Mystique (Lawrence) davon abzuhalten, den Erfinder der Sentinals, Dr. Bolivar Trask (Dinklage), zu töten.

Treffen der Generationen: Der alte Charles Xavier (Patrick Stewart) muss sein junges Ich (James McAvoy) überzeugen
Treffen der Generationen: Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) muss sein jüngeres Ich (James McAvoy) davon überzeugen, mit seinem Erzfeind Magneto zusammenzuarbeiten

Superhelden mit Schwächen
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
ist ein Fest für Fans, da fast jeder der X-Men-Mutanten mindestens einen Cameo-Auftritt hat. Der größte Coup des Films ist allerdings der Auftritt von Peter Maximoff alias Quicksilver (Evan Peters). Der flinke, schelmische Teenie demonstriert seine High-Speed-Fähigkeiten in einer beeindruckend arrangierten Zeitlupen-Sequenz, dem heimlichen Höhepunkt des Films. Plus: Quicksilver schaltet seine Gegner mit viel Humor aus, eine Eigenschaft, die im sonst eher bierernsten Superheldenepos richtig angenehm auffällt. Leider ist Quicksilvers Einsatz nur von kurzer Dauer. Trost: Im nächsten Avengers-Film soll Quicksilver (dort von Aaron Taylor Johnson dargestellt) eine größere Rolle spielen. Zukunft ist Vergangenheit zeigt, ähnlich wie das Prequel Erste Entscheidung (2011), die X-Men wieder einmal als Superhelden, die neben ihren Superkräften auch Schwächen haben, insbesondere im Umgang mit anderen Menschen. So sind Professor X, Magneto und Mystique auch diesmal mehr zweifelnde als strahlende Helden, was sie sehr sympathisch macht.

Fazit:X-Men: Zukunft ist Vergangenheit ist kein x-beliebiger Special-Effects-Krawumm, sondern ein charmanter Superhelden-Actionfilm, der sogar fast gänzlich ohne überdimensionierte Abriss-Orgien auskommt. So freuen wir uns schon auf X-Men: Apocalypse, der 2016 ins Kino kommen soll.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (USA / Großbritannien 2014)
Regie: Bryan Singer
Buch: Simon Kinberg, Jane Goldman, Simon Kinberg, Matthew Vaughn
Darsteller: Patrick Stewart, Ian McKellen, Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Peter Dinklage, Halle Berry
Länge: 131 Minuten
Start: 22. Mai 2014

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