Frauen-Porno: Mehr Pornos für Frauen?

Sex hat evolutionäre Vorteile
Der "Schulmädchen-Report" hatte sie richtig angemacht

Frauen würden angeblich mehr Pornos gucken, wenn man sie im Versandhandel bestellen könnte. Das würde sowohl Nachfrage als auch Qualität der Filme anheben.

In Deutschland würden pornointeressierte Frauen per Gesetz benachteiligt, sagt die Kulturwissenschaftlerin Corinna Rückert. Eine Gesetzesänderung würde der Pornoindustrie dagegen eine Menge mehr Umsätze bescheren.

Der Grund: Es ist verboten, Pornos per Post zu versenden. Aber Sexshops, in denen man sie bekommt, seien fast ausschließlich Männersache, so Rückert, Frauen würden sich dort nicht wohl fühlen. Gäbe es die Möglichkeit, Pornos nach Hause zu bestellen, würden sich für die Pronoindustrie ein großer Absatzmarkt eröffnen.

Qualitäts-Steigerung
Rückert geht es hauptsächlich um die Qualitätssteigerung: Die würde sich bei einem Fall des Versendeverbots nämlich steigern: Die Filme würden dann von bloßen Onanier-Vorlagen zu Filmen mit Handlungsstrang und stärker erotischen Elementen – denn Frauen stünden eher auf Ästhetik.

Rückert beschäftigt sich mit dem Thema, seit sie eine Arbeit über den Zusammenhang zwischen Pornografie und Gewalt geschrieben hat – der nach ihrer Meinung nicht existiert.

Die Gesetzgebung orientiert sich aber hauptsächlich am Jugendschutzgedanken: Pakete mit Pornos könnten zum Beispiel in die Hände von Kindern gelangen.

Shops wie Beate Uhse haben darauf allerdings schon reagiert und sind dabei, Sexshops speziell für Frauen zu etablieren.

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