Sportwissenschaft: Fußball effektiver als Joggen

Gehen, Laufen, Sprinten – die Abwechslung macht den Unterschied
Fußball beansprucht alle Muskelpartien – Joggen nur bestimmte

Fußballer verbrennen im Training mehr Fett als Jogger – weitere Fitnesswerte sind bei Ballzauberern ebenfalls überzeugend

Der Mythos Laufen als ultimativer Fettverbrenner gerät ins Stolpern: Im Laufe einer dreimonatigen Studie der Universität Kopenhagen verloren Fußballer durchschnittlich 3,5 Kilogramm Fett, während sich die joggenden Versuchskaninchen lediglich zwei Kilogramm von den Rippen rannten. Und nicht nur das: Die Kicker legten über zwölf Wochen zwei Kilogramm Muskelmasse zu, bei den Läufern regte sich in dieser Disziplin gar nichts.

Dagegen verbesserten sich die Blutdruck- und Insulinwerte der Testpersonen beider Gruppen gleichermaßen. Die Fußballer polierten ihre Fitnesswerte allerdings mit deutlich weniger Überwindung auf: Nach der Trainingsintensität befragt, antwortete kein einziger Kicker, er hätte die Einheit als besonders hart empfunden – die Läufer hingegen jedes Mal.

Studienleiter Peter Krustrup macht dafür den Spaßfaktor verantwortlich: „Sogar bei derselben Durchschnittsgeschwindigkeit empfanden die Jogger ihr Training anstrengender als die Fußballer. Beim Joggen konzentriert man sich auf sich selbst, auf die notwendige Anstrengung und Atmung. Fußballer sind in der Regel so in den Spielfluss eingebunden, dass sie den steigenden Körpereinsatz kaum wahrnehmen.“

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