Mit dem Auto zur EM: Fußballfans kennen französische Verkehrsregeln nicht

Fußballfans kennen französische Verkehrsregeln nicht
Frankreich ist eines der 3 Top-Urlaubsziele für Autoreisen im Sommer

Sie reisen mit dem Auto zur EM nach Frankreich? Formidable! Sie wissen nicht, dass Sie einen Alkoholtester brauchen? Oh là là! Wir geben Ihnen Starthilfe

Frankreich ist eines der 3 Top-Urlaubsziele, die Deutsche diesen Sommer mit dem Auto ansteuern wollen. Hauptgrund natürlich: die Fußball-Europameisterschaft. Fast jeder dritte Frankreich-Urlauber fährt aufgrund der EM dorthin, so eine Studie vom Autovermieter Rent-A-Car. So weit, so vorbildlich. Allerdings kennen offenbar viele Deutschlandfans zwar die Abseitsregel, aber leider die französischen Verkehrsregeln nicht. Und riskieren durch ihr Nichtwissen saftige Bußgelder. 70 Prozent der Deutschen, die eine Urlaubsreise nach Frankreich planen, konnten laut Studie nicht einmal die Notrufnummer des Landes nennen. Oh là là! Die Nummer lautet übrigens europaweit 112. Aber auch bei anderen Fragen zu Geboten und Verboten am Steuer herrscht Unklarheit. Die wichtigsten Besonderheiten der Verkehrsregeln in Frankreich:

  • Höchstgeschwindigkeit beachten: Auf der Autobahn dürfen Sie maximal 130 km/h fahren, auf Schnellstraßen maximal 110 km/h. Außerhalb von Ortschaften liegt das Limit bei 90 km/h. Fahranfänger (Führerschein kürzer als 2 Jahre) müssen jeweils 20km/h langsamer fahren.
  • Alkoholtestgerät besorgen: Ihr PKW hat keine elektronische Alkohol-Wegfahrsperre? Dann brauchen Sie einen Alkoholtest an Bord. Sie können wählen zwischen chemischen oder elektronischen Atem-Alkoholtestern (müssen nach französischer Norm (NF) zertifiziert sein). Ab 10 Euro. In der Studie wussten dies übrigens 2 Drittel nicht. Die Promille-Grenze liegt in Frankreich bei 0,5.
  • Headset ablegen: Dass ein Handy-Verbot am Steuer auch in Frankreich gilt, wissen die meisten. 60 Prozent der Befragten wussten allerdings nicht, dass auch Headsets und Kopfhörer während der Fahrt illegal sind. Wer erwischt wird, muss 135 Euro zahlen. Nur eine Fernsprecheinrichtung ist beim Telefonieren erlaubt.
  • Warnweste einpacken: Neben einem Warndreieck ist auch eine reflektierende Warnweste (CE-Kennzeichnung) pro Insasse Pflicht. Nichtbeachtung kann 150 Euro kosten.
  • Richtig parken: An gelben Bordsteinen dürfen Sie weder parken noch halten (ist die Linie gelb gestrichelt, gilt nur Parkverbot).  An blauen Markierungen nur mit Parkschein oder Parkscheibe. In den Städten dürfen Sie meist nur 2 Stunden parken (weiße Markierung). Plus: Das Parken ist häufig nur auf einer Straßenseite erlaubt, die Straßenseite variiert jedoch (z.B. an geraden und ungeraden Tagen oder zur Monatshälfte). Hinweisschilder beachten! 
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