Navigationshilfe: Fußgänger-Navi per Elektroschock

Zukünftig können sich Fußgänger auch ohne Kartenelesen durch die Stadt navigieren lassen
Zukünftig können sich Fußgänger auch ohne Kartenlesen durch die Stadt navigieren lassen

Eine neue Navigationshilfe erspart den Blick aufs Handy-Display. Fußgänger sollen durch elektrische Muskelstimulation gesteuert werden

Zukünftig können sich Fußgänger auch ohne Kartenlesen durch die Stadt navigieren lassen. Deutsche Wissenschaftler haben eine Navigationshilfe fürs Smartphone entwickelt, die den Nutzern elektrische Impulse ans Bein sendet. Die Beinmuskulatur weist dann offenbar automatisch den richtigen Weg.

Für ihr Projekt hatten die Forscher der Leibniz Universität Hannover Elektroden an den Oberschenkeln von Freiwilligen platziert und über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Die Elektroden stimulieren dann den Schneidermuskel, der diagonal vom Hüft- bis zum Kniegelenk verläuft. Dieser Muskel ist für die Beugung dieser Gelenke und für die Drehung des Oberschenkels verantwortlich. Vorteil: Das jeweilige sich hebende Bein rotiert beim Gehen durch einen Impuls leicht nach außen. Dadurch wird man automatisch nach links oder rechts gelenkt, erklärt Studienleiter Max Pfeiffer. Im Stand sei der Impuls zu schwach. Die Abbiegebefehle per Elektroschock sind offenbar nicht zwingend. Man kann dem Impuls widerstehen, so Pfeiffer. Damit die Navigation funktioniert, braucht man ein perfektes GPS-Signal. Hindernisse auf dem Weg werden noch nicht berücksichtigt.

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