Secondhand-Vehikel aus Europa

Frage: Was muss ich beachten, wenn ich in einem EU-Land einen Gebrauchtwagen kaufen möchte?
Mario Pfanzeltner, Großraming

Unsere Antwort:

„Wenn Sie einen gebrauchten Wagen innerhalb des europäischen Binnenmarktes kaufen, fallen keine zusätzlichen Steuern und Zölle an“, sagt Brigitte Werner, Sachbearbeiterin für Grenzverkehr bei der ADAC-Zentrale in München. Wichtig: Vergessen Sie beim Kauf nicht, sich die originalen Fahrzeugpapiere aushändigen zu lassen, Kopien werden später nicht akzeptiert. Und schließen Sie immer einen schriftlichen Kaufvertrag ab. Achten Sie außerdem darauf, dass das Fahrzeug im Ausland nachweislich abgemeldet ist. Zur Überführung des Fahrzeugs sind Kurzzeitkennzeichen (früher: rotes Kennzeichen; bei der Zulassungsstelle erhältlich) sinnvoll; es funktioniert aber ebenfalls mit einem temporären Kennzeichen des Kauflandes.
Zurück in Deutschland müssen sie – falls das Auto älter als drei Jahre ist oder Sie keine EU-weite Betriebserlaubnis COC vorlegen können – zum TÜV und danach müssen Sie die üblichen Dinge mit der Versicherung klären. Zusätzlich zu den normalen Ummeldeformalitäten ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Kraftfahrt-Bundesamt (Fördestr. 16, 24944 Flensburg) nötig. „Diese erhalten Sie unter Angabe von Hersteller, Fahrzeugtyp und Fahrgestellnummer für 26,50 Mark“, so Werner. Sie bestätigt, dass Ihr Fahrzeug vorher noch nicht in Deutschland zugelassen war und nicht als gestohlen gemeldet ist. Da der Wagen ja neu für die deutschen Behörden ist, muss außerdem ein deutscher Fahrzeugbrief ausgestellt werden (zirka 60 Mark), und der KFZ-Schein kostet ungefähr 25 Mark.

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