Schon ab 20 wird man dümmer

US-Wissenschaftler haben festgestellt, dass das menschliche Gedächtnis seinen Höhepunkt im Alter von Mitte Zwanzig hat. Danach lässt die Leistung nach.

"Äh, wie war noch gleich Ihre Telefonnummer" – Sie haben die Handynummer der neuen Flamme vergessen, dabei waren Sie auf die Frau schon lange scharf. Und so etwas ist Ihnen schon häufiger passiert? Kein Wunder: Das menschliche Gedächtnis ist schon mit Mitte Zwanzig auf dem absteigenden Ast, sagt Denise Park von der Universität Michigan, USA.

Zu diesem Ergebnis kam die Psychologin mit ihrer Gruppe bei der Untersuchung der Hirnaktivität von 350 Menschen zwischen 20 und 90 Jahren. Ihr Ergebnis: "Bei jungen Menschen zwischen 20 und 30 nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns genauso schnell ab, wie bei 60- oder 70jährigen. Die jungen Leute bemerken das nur deshalb nicht, weil sie mehr als genug Kapazität zur Verfügung haben."

Die Leistung des Gedächtnisses hängt nach Parks Meinung direkt zusammen mit der Hirntätigkeit und –struktur, genauso wie die Fitness vom Trainingszustand des Herz-Kreislauf-Systems abhängt.

Was man für sein Gedächtnis tun kann? "Trainieren, trainieren, trainieren," sagt Dr. Felicia Huppert von der Cambridge-Universität, die zu den selben Forschungsergebnissen kam wie die Amerikanerin. "Wer nicht will, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns kontinuierlich abnimmt, muss sein Gedächtnis täglich fordern – bis ins hohe Alter."

Park will jetzt mit Magnetresonanz-Techniken herausfinden, was in den Gehirnen von Menschen verschiedenen Alters vorgeht.

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