Fangfragen: Gefährliche Frauenfragen und passende Antworten

Was will sie hören? - Er ist überfragt
Was will sie hören? - Er weiß es nicht

Frauen stellen Männern gerne Fangfragen. Wir erklären Ihnen, wie Sie auf gefährliche Frauenfragen richtig reagieren und die passende Antwort finden

Anfangs merken Sie noch nicht einmal, dass Taktik dahintersteckt. Erst wenn sich Ereignisse wie das folgende häufen, werden Sie nachdenklich: Es ist Samstag. Sie sitzen bequem zu Hause, haben sich auf ein geruhsames Wochenende eingestellt und sind gerade dabei, das Fernsehprogramm zu durchforsten.

Plötzlich steht Ihre Freundin im Zimmer und sagt: „Das darf ja wohl nicht wahr sein. Was machst Du da eigentlich?“ Ist das jetzt ein besonderer Trick, sollen Sie reingelegt werden? Und ob! Denn ganz egal, was Sie antworten, in einer Viertelstunde sind Sie mit ihr unterwegs zum nächsten Baumarkt, wo Sie darüber nachdenken werden, welche Vorhangstangen zu Ihrer Wohnung passen.

Wie funktioniert sowas bloß? Ganz simpel, es hat in erster Linie mit der Fragestellung zu tun. Frauen sind die größten Expertinnen, wenn es darum geht, Fragen zu stellen, auf die es scheinbar keine richtige Antwort gibt und der Verlierer also von vorneherein feststeht.

Frauenfrage 1: "Findest du, dass ich zu dick bin?"

Auf diese Frage gibt es keine Antwort, die nicht als Ja ausgelegt wird. „Nein“ heißt ja. „Ja“ heißt ja. „Keine Ahnung“ heißt ja. „Darauf kommt’s doch gar nicht an“ heißt ja. Das winzigste Zögern vor der Antwort heißt ja, ja, ja. Die meisten Männer würden sich lieber alle Zähne ziehen lassen, als eine Antwort auf diese Frage finden zu müssen. Aber es kann vorkommen, dass sie ganz plötzlich und unvermittelt auftaucht. Dann haben Sie nur eine Wahl: Sagen Sie nein, klar und deutlich und vor allem schnell. Sie dürfen dabei aber keinesfalls den Anschein aufkommen lassen, das sei jetzt nur Ihre ganz persönliche Meinung. Es muss vielmehr wie eine allgemein anerkannte Tatsache klingen, an der niemand ernstlich zweifelt. Wie auch immer: Es hilft Ihnen wenig. Aber alle anderen Möglichkeiten helfen noch weniger.

Es gibt noch andere Fragen, auf die Sie nur mit einem Nein antworten können, und einige, die ein uneingeschränktes Ja verlangen. Hier ein kleiner Überblick:

Die Antwort ist immer NEINDie Antwort ist immer JA
Hast du ein Verhältnis mit einer anderen?Liebst du mich eigentlich noch?
Denkst du noch an deine letzte Freundin?Denkst du oft an mich?
War sie besser im Bett?Gefällt dir meine Frisur wirklich?
Neue Schuhe für sie
Schuhe sind fast wichtiger als der Rest des Outfits

Frauenfrage 2: "Welche Schuhe gefallen dir besser?"

Lassen Sie sich nicht dressieren. Entscheiden Sie sich für das erste Paar, das sie ihnen vorschlägt. Sie haben einen Tisch fürs Abendessen reserviert und sollten sich bald auf den Weg machen. Da steht Ihre Freundin plötzlich mit einem Paar Schuhen an den Füßen und einem zweiten in der Hand vor Ihnen und will wissen, welche Sie besser finden. Das klingt nach einer einfachen Entscheidung, ist es aber nicht: Es ist eine ausweglose Situation.

Wenn Sie die Schuhe besser finden, die sie bereits anhat, denkt sie natürlich, Sie wollen sie zur Eile treiben. Wenn Sie das andere Paar wählen, dann glaubt sie, Sie würden das nur sagen, weil Sie die Schuhe nicht gut finden, in denen sie fertig angezogen vor Ihnen steht. Mancher versucht es mit einem nichtlinearen Ansatz: Er empfiehlt ein drittes Paar, das gerade nicht zur Wahl steht. Das empfindet sie unweigerlich als einen Angriff auf ihren eigenen Geschmack oder als eine Gelegenheit zur Attacke auf Ihren. Schlagen Sie jetzt bloß nicht noch ein anderes Kleid vor. Da könnten Sie gleich sagen: „Du bist dick geworden.“

Stellt sich die Frage: Weshalb fragt sie dann überhaupt? Sie weiß, dass Sie keine Ahnung haben, welche Schuhe besser aussehen, sie weiß auch, dass es Ihnen egal ist – warum will Sie dann Ihre Meinung hören? Das gehört zu einer umfassenderen Strategie: Sie sollen dressiert werden. Zur selben Strategie gehört auch, dass sie gelegentlich Ihren Rat einholt, wenn es um so schwachsinnige Dinge wie Tischdecken oder Handtücher geht. In diesen beiden Fällen hilft oft ein leicht angeödetes „Weiß ich auch nicht“.

Probieren Sie das bloß nicht, wenn es ums Schuhdilemma geht. Da können Sie Ihre Reservierung glatt vergessen. Stattdessen schlagen Sie vor, sie möge die anderen Schuhe mal anprobieren, und dann empfehlen Sie das erste Paar. Damit sind sie in vielen Fällen aus dem Schneider.

Frauenfrage 3: "Mit wie vielen Frauen hast du vor mir schon geschlafen?"

Hmmmm … Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie sind ehrlich und sagen die Wahrheit – es sei denn, es handelt sich um mehr als zwölf. Oder Sie sagen eine Zahl, die sie in etwa erwartet. Wie bei den meisten Rechenexempeln finden Sie die Antwort schneller, wenn Sie eine Formel parat haben. Die folgende könnte passen, wenn keiner von Ihnen Sex professionell betreibt:

Anzahl der Partner, mit denen sie geschlafen hat, plus Anzahl Ihrer Partnerinnen, von denen sie weiß, plus Anzahl der Partnerinnen, mit denen Sie tatsächlich zusammen waren. Die Summe teilen Sie durch zwei und runden gegebenenfalls zur nächsten ganzen Zahl auf. Dabei sollte eine realistische, einigermaßen plausible Größe herauskommen. Wenn sie höher als zwölf liegt, sagen sie zwölf.

Sexpartner: Gleichtzeitig oder hintereinander macht durchaus einen Unterschied
Glaubst du an Treue? Diese Frage kann vieles bedeuten - und nichts.

Frauenfrage 4: "Glaubst du an Treue?"

Wie viele philosophische Fragen, die einfach so aufzutauchen scheinen, taucht auch diese nicht einfach so auf. Die Erkundung Ihres Treueverständnisses ist in Wahrheit eine verschlüsselte Frage nach Ihrem Verhalten bei einer ganz bestimmten Gelegenheit – oder bei mehreren ganz bestimmten Gelegenheiten.

Sie sagen:Sie denken:Sie denkt:
JaWeiß sie was?Er verbirgt etwas
Kommt drauf anWeiß sie was?Ich wusste es!
Warum fragst du?Weiß sie was?Mistkerl!
Keine Ahnung – und du?Weiß sie was?Weiß er was?

Ihre Antwort muss ebenfalls verschlüsselt werden. Wie, sehen Sie in der Tabelle. Es gibt noch andere Varianten, aber es lohnt sich nicht, darauf einzugehen. Wenn sie Ihnen diese Frage stellt, wissen Sie, dass Ärger bevorsteht. Deshalb kommt es weniger darauf an, was sie sagen, sondern dass sie cool bleiben.

Frauenfrage 5: "Hast du eigentlich bemerkt, dass ich mich verändert habe?"

Na gut, die Frage ist leichter als die bisher behandelten. Sie steht auf einer Stufe mit „Hast du vergessen, was heute für ein Tag ist?“ oder „Hast du mir überhaupt zugehört?“ Diese Fragen werden trotzdem mit größerer Wahrscheinlichkeit falsch als richtig beantwortet. Sie gehören deshalb zu den Lieblingstextzeilen in Vorabendse­rien – gibt anschließend immer so schön Knatsch auf der Mattscheibe. Am besten geht man damit ironisch-postmodern um.

Sie: "Hast du bemerkt, dass etwas an mir anders ist?"
Er: "Eine neue Schürze?"

Sie: "Hast du vergessen, was für ein Tag heute ist?"
Er: "Aber nein, es ist Dienstag."

Sie: "Hast du mir überhaupt zugehört?"
Er: "Das ist lieb von dir, Schatz."

Frauenfrage 6: "Und was bin ich so für ein Typ?"

Die Logik, die Männer Frauen gegenüber anwenden, ist ziemlich eindeutig und damit leicht nachvollziehbar. Männer gehen Beziehungen ein, weil sie Anerkennung finden wollen als der unwidersteh­liche, unglaublich gutaussehende Frauentyp, der jeder von uns seiner Überzeugung nach ist. Auch wenn das in ganz seltenen Fällen schon mal unter einer etwas rauheren Schale verborgen liegen kann.

Daraus folgt, dass die meisten Fragen, die Männer Frauen stellen, von vergleichsweise simpler Bauart sind, leicht zu verstehen und keineswegs dazu gedacht, komplizierte Diskussionen auszulösen. Sie sollen die Tatsache mit dem unwiderstehlichen Frauentyp bestätigen, sonst nichts. Männer haben es deswegen auch nicht nötig, ihr Anliegen hinter irgendwelchen abstrusen Konstruktionen zu verbergen.

In den meisten Fällen gibt es für uns ohnehin nur eine akzeptable Antwort und die heißt: „Liebling, du bist ein unwiderstehlicher Frauentyp, und du siehst unglaublich gut aus.“ Ist leicht zu merken und stellt in jeder Situation sofort wieder tiefen Frieden her.

Frauenfrage 7: "Wie war ich im Bett?"

Nur noch sehr wenige Männer, die sich eine Spur von Selbstachtung bewahrt haben, stellen heutzutage nach dem Sex die ehemals populäre Frage: „War ich gut?“ Das heißt aber nicht, dass wir nicht danach fragen.

Die erste Bemerkung nach dem Sex – ob „Willst du eine Tasse Tee?“ oder „Wie findest du den Fleck da an der Decke?“ – heißt übersetzt: „War das jetzt das tollste Sexerlebnis, das du jemals gehabt hast, oder was?“ Geben Sie es zu. Welch simple Logik auch immer in unseren Köpfen zum Thema Sex steckt, an erster Stelle steht das einfache Bedürfnis, als der beste Liebhaber überhaupt angesehen zu werden, und das Bedürfnis zu hören, dass alles, was die Partnerin vorher erlebt hat, unzureichend, langweilig und eben bei weitem nicht so toll war. Wie auch immer die Frage formuliert wird, die einzige Antwort, mit der Frauen verhindern können, dass Männer sauer werden, ist ein geflüstertes, kritikloses, verehrendes „Jaaa, jaaa“, dem im besten Fall noch ein Ausruf wie „Aaah“ oder „Oooh“ vorangeht.

Frauenfrage 8: "Das geht doch so, oder?"

Die Entwicklung des Mannes bis zur jetzigen Hochform war eine komplexe Angelegenheit. In jüngster Zeit wird sie zunehmend von häuslichen Aufgaben behindert. Die einfache protokollarische Rolle als Bratenaufschneider und Geflügeltranchierer beim Sonntagsessen ist unwiderbringlich dahin.
Heutzutage kaufen wir das Teil, kochen es, servieren es und erledigen danach noch den Abwasch. Wenn Männer im Haushalt „helfen“, heißt die rhetorische Frage bei fast allen von uns: "Das geht doch so, oder?"

Frauenfrage 9 : Wo soll unsere Beziehung hinführen?

Diese Frage gehört in die Abteilung Hausaufsatz. Hier genügen keine witzigen, kurzen Antworten wie „Vorwärts“ oder „Ins Bett“ oder „Was weiß ich denn“. Erschwert wird das Ganze noch durch die unterschiedlichen Ausgangspositionen: Ihre Freundin will, daß Sie Ihre wahren Gefühle offenbaren und ein ehrliches Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft ablegen. Sie wünschen sich nur eine einfachere Frage.

Es hat natürlich überhaupt keinen Sinn, so eine knifflige Verhörfrage zu beantworten, ohne zumindest eine vage Vorstellung von dem zu haben, was Ihre Partnerin eigentlich hören will. Derartige Fragen gehören in eine ganz besondere Kategorie, nämlich in die der Fragen, die mit einer Gegenfrage beantwortet werden. Sie werden sehen, es ist ganz einfach, solche Fallen mit Hilfe der Verhörtechnik zu umgehen und selbst anzugreifen. Etwa so:

Sie: Wo soll unsere Beziehung eigentlich hinführen?
Er:Was glaubst du denn, daß sie hinführen sollte?

Sie: Findest du, daß sie gut aussieht?
Er:Wer?

Sie: Wollen wir heiraten?
Er:Wo bin ich gerade?

Sie: Was wäre, wenn ich ein Kind bekäme?
Er::Bekommst du denn ein Kind?
Sie: Warum fragst du? Findest du, daß ich zu dick bin?

Hoppla! Jetzt sitzen wir aber erst einmal in der Patsche. Sie hätten es voraussehen können. Versuchen Sie es
lieber mit dem ausgefallenen Ansatz. Das bringt Sie auf die sichere Seite:

Sie: Was wäre, wenn ich ein Kind bekäme?
Er: Was wäre, wenn ich ein Kind bekäme?

Wenigstens gewinnen Sie auf diese Weise ein bisschen Zeit, um sich eine bessere Antwort auszudenken. Einige weitere Gegenfragen, die sich auf fast alle vorstellbaren Fälle anwenden lassen, lauten: Wieviel ist denn viel? Warum fragst du? Sollte ich das? Was sagst du? Kommt es darauf an? Was hat denn
Liebe damit zu tun? Sprichst du etwa mit mir? (Merke: Die Frage: Hast Du Deine Tage oder was? gehört auf keinen Fall hierher.)

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