Übergewichtsforschung: Gefühlte Fettleibigkeit macht depressiv

Sich zu dick fühlen macht depressiv
Sie fühlen sich zu dick? Das schlägt aufs Gemüt

Unabhängig davon, ob man tatsächlich zu viel auf den Hüften hat: Wer sich zu dick fühlt, hat häufiger schlechte Tage

Je mehr Gewicht man abnehmen möchte, desto häufiger leidet man unter Depressionen, so das Ergebnis einer US-Studie der Columbia Universität in New York. Dabei sei es egal, ob man auch tatsächlich übergewichtig ist.

Das Team um Peter Muennig analysierte die Daten von über 170.000 Teilnehmern. Gesucht wurde nach einer Relation zwischen aktuellem Gewicht, angestrebtem Idealgewicht und der Anzahl der Tage in den letzten 30 Tagen, in denen sich die Probanden schlecht fühlten. Ergebnis: Männliche Probanden, die sich 10 Prozent zu dick fühlten, hatten pro Monat knapp einen Tag lang mehr schlechte Laune als Männer, die mit ihrer Figur zufrieden sind. Wer sich 20 Prozent zu dick fühlte, war fast drei Tage mehr niedergeschlagen. Bei weiblichen Testpersonen war der Effekt noch intensiver: Diejenigen, die am liebsten 20 Prozent ihres Gewichts abnehmen wollten, berichteten von 4,3 depressiven Tagen im Monat.

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