Betriebsgeheimnisse: Geheimnis oder Klatsch?

Vorsicht mit Firmendetails: Nicht jeder soll alles wissen
Vorsicht mit Firmendetails: Nicht jeder soll alles wissen

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie bestimmte Dinge weitererzählen dürfen, lassen Sie es besser bleiben

Im Prinzip hat jede Information, mit der die Konkurrenz etwas anfangen kann, das Zeug, in Ihrem Betrieb wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Im Zweifel gilt also stets: Klappe halten! Die Information muss aber mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängen. „Kantinenklatsch gehört nicht zu den geschützten Firmeninterna. Bei Gehaltsstrukturen, Details über die kaufmännische Situation oder Strategien sollten Sie Vorsicht walten lassen“, erklärt der Arbeitsrechtler.

Ein Merkmal macht den Unterschied zwischen Klatsch und Betriebsgeheimnis aus: die Offenkundigkeit. Informationen, die für jeden problemlos zu beschaffen sind, gelten als offenkundig (etwa, weil sie schon in der Zeitung oder im Internet standen). Darüber können Sie reden – immer und mit jedem. „Aber Details, die nur einem ausgewählten Personenkreis bekannt sein können, gehören in den Bereich Geschäfts- oder Betriebsgeheimnis.“ Übrigens: Geschäftsgeheimnisse betreffen die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens, Betriebsgeheimnisse drehen sich um technische Verfahren.

TIPP: Die Affäre des Chefs mit der Sekretärin ist vielleicht nur Tratsch. Herumerzählen sollten Sie die Geschichte trotzdem nicht – es könnte dem Ansehen der Firma schaden.

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