Gehirnjogging: Gehirn kompensiert Verletzungen

Ist der rechte Arm lahmgelegt, wird der linke umso fitter
Ein Gipsarm zwingt die grauen Zellen zur Adaption

Arm gebrochen? Keine Sorge – Ihre grauen Zellen schalten von ganz allein auf Schadensbegrenzung

Wer seinen Arm eine Zeit lang im Gips spazieren führt, verbessert offenbar seine Gehirnaktivitäten. Forscher der Universität Zürich haben herausgefunden, dass die Gehirnregionen, die für den gebrochenen Arm im Normalfall zuständig sind, heruntergefahren werden. Die Areale, die den gesunden Arm steuern, vergrößern sich dafür und bügeln den Fehltritt des kranken Arms schnell wieder aus.

Im Rahmen der Studie wurden 10 Rechtshänder untersucht, die sich am rechten Oberarm eine Verletzung zugezogen hatten. Alle Probanden waren entweder auf eine Schlinge oder einen Gips angewiesen, die den Arm ruhigstellten. Tägliche Aktivitäten wie Waschen, Zähneputzen, Essen oder Schreiben wurden zwangsweise mit dem linken Arm ausgeführt.

Mittels Gehirnscans konnten die Mediziner feststellen, dass sich die Gehirnmasse in der rechten Hälfte des Oberstübchens vergrößerte, während die linke Seite um 10 Prozent an Masse verlor. Auch konnte eine Verbesserung der motorischen Fähigkeiten der linken Hand festgestellt werden.

Die Ergebnisse seien besonders interessant für zukünftige Rehabilitationstherapien, meint Studienautor Nicolas Langer.

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