Geld scheffeln: Die besten Wege zur ersten Millionen

Millionär werden
Der Traum von der eigenen Millionen muss keine Fantasievorstellung bleiben

Der Euro ist da, und die erste Million damit doppelt weit weg. hier steht, wie Sie den Betrag trotzdem auf dem Konto verbuchen können. denn wer will schon immer bescheiden leben?

Sie sollten den Alltagstrott hinter sich lassen, endlich auf die Überholspur wechseln. Dort nämlich wartet das pralle Leben – Saus und Braus, nie versiegende Champagnerquellen, Spitzen-Miezen, beeindruckende PS-Zahlen. Alles, was Sie noch brauchen zum Gasgeben, ist ein fettes Konto. Mit einer der folgenden Strategien wird auch aus Ihnen ein Millionen-Euro-Schwergewicht.

So klingelt die Kasse:
Mit Sponsoren
Durch Heirat
Per Sparschwein
Als Perlentaucher
Selbst verdienen
Tantiemen einstreichen
Mit Sponsoren

Michael Schumacher hat’s vorgemacht, er durchstößt möglicherweise bald die Milliardengrenze.
Merke: Das Geld liegt auf der Straße, und als prominenter Sportler lässt es sich ganz einfach aufheben. Wie es geht, verrät Marco Kleevenhagen, Chefredakteur des Magazins „Sponsors“. Als besonders lukrativ bewertet er die Sparten Rennsport, Fußball und Boxen. So hat auch Formel-1-Nachwuchs-Star Nick Heidfeld schon die halbe Millionenmiete in der Tasche, wenn er bloß den Werbeplatz auf seinem Käppi verhökert.

Hat Ihr Vater vergessen, Sie rechtzeitig ins Kart, auf den Rasen oder in den Boxring zu heben, sollten Sie dennoch nicht aufgeben. Sportlichkeit ist eine Seite der Medaille, die andere heißt Charisma und sorgt ebenfalls für Medienpräsenz. Nach der bierhoffschen Devise „Lächeln statt Leistung“ könnten auch Sie der werden, über den man in der Szene spricht, und dann klopft garantiert eine Sportagentur an Ihre Tür und versucht, Sie zu vermitteln.

Dauer: zehn bis 15 Jahre
Chancen: bei vorhandenem Talent gar nicht mal schlecht

Durch Heirat

Eine millionenschwere Grazie zu ehelichen, ist eine prima Reibach-Strategie, vorausgesetzt, die Formalitäten stimmen. Optimal wäre die etwas altertümliche Vereinbarung einer Gütergemeinschaft. Vom Tag der Eheschließung an verfügen beide über alles, was der andere besitzt. Dieser Variante dürften aber nur besonders unterbelichtete Damen zustimmen.

Von allen anderen Frauen sollten Sie sich heiraten lassen und mindestens drei Jahre durchhalten oder sich einen Zweitwohnsitz in den USA zulegen. In Deutschland können Sie nämlich erst nach 36 Monaten auf eine respektable Abfindung hoffen, bei früherer Trennung hilft die amerikanische Dependance.

Das Ganze können Sie sich nur sparen, wenn Schatzi mächtig Zinsen kassiert – an denen sind Sie nämlich ohne Ehevertrag automatisch beteiligt. Diesen sollten Sie übrigens nur abschließen, wenn darin Ihre Interessen festgeschrieben werden. Lässt sich das betuchte Herzilein darauf nicht ein und besteht auf Klauseln wie Unterhalts- oder Abfindungsausschluss, mimen Sie lieber den Romantiker und bestehen auf vertragsfreie Zweisamkeit.

Dauer: je nach Ehemodell vier Wochen bis drei Jahre
Chancen: sehr gut bis befriedigend – hängt ganz von Ihrem Sex-Appeal und Ihrem Überzeugungstalent ab

Per Sparschwein

Ein gut im Futter stehendes Sparschwein gilt immer noch als der solideste Weg zur ersten Million. Allerdings warnen Experten vor dem zerbrechlichen Klassiker, denn die so abgelegten Barschaften dümpeln ohne Wertsteigerung im Porzellanbauch. „Besser ist es, sein Geld in renditestarke Fonds-Sparpläne zu stecken“, erklärt Markus Block von der Deutschen Bank 24. Bei einer jährlichen Rendite von zehn Prozent sind Sie mit einer monatlichen Einlage von 1400 Euro bereits nach 20 Jahren am Ziel. Das Problem: Woher weiß man, ob der Fonds so viel einbringt?

Dauer: 20 bis 68 Jahre, je nach Einsatz
Chancen: erstklassig

Als Perlentaucher

Allen abenteuerlustigen Millionären in spe bieten die Weltmeere eine hübsche Geldquelle. Denn unter der Wasseroberfläche lagern Reichtümer. Die Rede ist von Wildperlen (Sie wissen schon, die in der Muschel), wobei mit Salzwassergewächsen ein schnellerer Euro zu machen ist als mit deren Pendants aus mitteleuropäischen Flüssen.

Da das Gros der schmucken Kugeln inzwischen aus Zuchtanlagen in China und auf Tahiti stammt, erzielen die raren Naturperlen Marktpreise von bis zu 5000 Euro pro Stück (bei einem Durchmesser von acht Millimetern). Zu finden sind sie vor allem am Persischen Golf, im Roten Meer und in den Oberläufen des Mississippi. Doch selbst wenn Sie an den Top-Spots (10 bis 50 Meter) abtauchen, reichen die rein rechnerisch notwendigen 200 Muscheln noch längst nicht zu der Million.

Denn die Chance, ein Exemplar mit akzeptablem Inhalt an Land zu ziehen, ist laut Expertin Gabi Schneider vom Söchtenauer Perlenhändler Wolf ( www.orientperlen.de) eher gering. Dazu kommt das zähe Ringen um eine Tauchlizenz, denn selbstverständlich sind die Claims abgesteckt, und wer unerlaubt zugreift, riskiert Kopf und Kragen.

Dauer: zwei Jahre bis lebenslang
Chancen: gering bis sehr gering

Selbst verdienen

Wie wäre es, wenn Sie einfach auf Ihrer Hände Arbeit setzen? Dass man damit mehr als reich werden kann, beweisen die Spitzenverdiener der Nation, allen voran der baldige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf-E. Breuer, der für eine Million gerade mal 17 Arbeitstage antreten muss (geschätztes Jahreseinkommen: 14,1 Millionen Euro).

Ein bisschen mehr Einsatz zeigen müssen Daimler-Chrysler-Chef Jürgen E. Schrempp mit 1,7 Monaten (6,91 Millionen Euro pro Jahr) und der scheidende VW-Vorstand Dr. Ferdinand Piech, der immerhin drei Monate für den runden Betrag schuften gehen muss (3,33 Millionen Euro jährlich).

Wer keine Lust auf so viel freie Zeit für den Rest des Jahres hat, kann sich auch als normaler Unternehmenschef verdient machen – als solcher bekommt man im Durchschnitt 342000 Euro Jahresgehalt. Nach knapp drei Jahren wäre damit das Ziel erreicht. Da es aber für solche Jobs weitaus mehr Bewerber als offene Stellen gibt, können Sie sich auch in weniger hart umkämpftem Terrain umsehen: Jahresgehälter über 100000 Euro streichen auch Bankdirektoren, IT-Leiter, Steuerberater und gute Vertriebsleiter ein. Wer checken will, wo die persönlichen Grenzen liegen, kann unter www.personalmarkt.de eine Gehaltsanalyse im Web vornehmen lassen.

Dauer: 17 Tage bis niemals
Chancen: für alle cleveren Workaholics ziemlich gut

Tantiemen einstreichen

Popstars hin, Popstars her, fest steht: Der musikalische Weg zur Million ist a) nix für Mathematikmuffel und b) keine sichere Bank. Denn erstens ist die Abrechnungspraxis der Musikverlage, der GEMA und anderer so genannter Musikverwertungsgesellschaften knifflig hoch zehn. Und zweitens schaffen nur wenige den Sprung an die wirklich rentable Spitze.

Der Durchschnittsmusikant sollte sich an folgendem Rechenbeispiel orientieren. Der Einfachheit halber texten, komponieren und singen Sie den Hit selbst. Dauer: vier Minuten. Pro Radiogedudel gehen je nach Reichweite der Station ungefähr 15 Euro an Sie. Macht bei 270 deutschen Sendern und jeweils drei Runden pro Tag knapp drei Monate bis zur Million – vorausgesetzt, Ihr Song ist der Knaller und wird wirklich so oft gespielt.

Da pro 10000 verkaufter CDs weitere 600 Euro Lizenzgebühren auf Ihr Konto gehen, sind Sie vermutlich eher am Ziel – Bands wie die Backstreet Boys verhökern ihre Silberlinge bis zu 13 Millionen Mal. Also, Gitarre raus!

Dauer: drei Monate bis viele Jahre
Chancen: Es fallen immer wieder mal Meister vom Himmel.

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