Silikon-Belly

Die Narkose

Gemetzel im Operationssaal.

Jeder Mensch, der erwägt, eine schönheits-chirurgische Operation am eigenen Körper durchführen zu lassen, sollte erst einmal als Zuschauer an der Operation eines anderen Patienten teilnehmen. Eine Hausschlachtung – kurz und nahezu schmerzlos – ist nichts gegen dieses dreistündige Gemetzel an Bahrs Körper auf dem Operationstisch.

Die Ärzte schneiden den Bauch auf, zerren mit aller Kraft an zwei Haltegriffen die Bauchdecke nach oben, durchtrennen zahlreiche Blutgefäße, die zur Bauchoberfläche führen, und zerstören großflächig Bindegewebe, das die Bauchhaut mit der darunter liegenden Muskulatur verbindet. Weil die Blutversorgung hinterher natürlich nicht mehr so gut ist, gehören Nekrosen, also absterbendes Gewebe, zu den gefürchtetsten Nebenwirkungen.

Die Bauchdecke wird geöffnet

Wer zuvor bereits einmal eine Liposuktion (Fettabsaugung) hat durchführen lassen, trägt ein besonders hohes Nekrose-Risiko. Zu den weiteren Risiken und Nebenwirkungen gehören Nachblutungen, erhöhte Spannung in der Muskulatur, wochenlange Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlung sowie psychische Probleme, weil manche Patienten mit der Veränderung nicht klarkommen.

Was mit dem Körper passiert, lässt sich für den Rest des Lebens nicht mehr rückgängig machen. Darüber sollte sich jeder Patient im Klaren sein. Den Körper vor der Operation bekommt keiner wieder zurück.

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