Arterienverkalkung: Gen für gefährliche Plaques verantwortlich

Ein Gen ist offenbar für gefährliche Plaque-Bildung verantwortlich
Ein Gen ist offenbar für gefährliche Plaque-Bildung verantwortlich

Ein genetischer Mechanismus macht Fettablagerungen in den Arterien erst riskant

Wenn Fettablagerungen in den Arterien zu gefährlichen Blutgerinnseln führen, dann tragen die Gene offenbar zumindest eine Mitschuld, so Forscher von der New Yorker Columbia Universität. Danach sind zwar die meisten dieser so genannten Plaques ungefährlich und bilden sich bereits im Jugendalter. Doch etwa zwei Prozent können offenbar platzen und Blutgerinnsel bilden. Gravierende Folgen sind dann Herzinfarkt oder Schlaganfälle. Die US-Forscher haben nach eigenen Angaben jetzt ein Gen identifiziert, das für diesen Mechanismus verantwortlich sein soll.

Die potenziell gefährlichen Ablagerungen enthalten in der Regel eine große Menge toter Zellen. Diese setzen eine Substanz frei, die wiederum die äußere Umhüllung der Plaques schwächt und das Risiko erhöht, dass diese platzen. Das identifizierte Gen verstärkt diese Ansammlung toter Zellen und macht die Ablagerungen somit gefährlich.

Für Ihre Studie hatten die Forscher eigens Mäuse mit Anfälligkeit für Plaquebildung gezüchtet und verabreichten ihnen zehn Wochen lang fettreiches Futter. Ergebnis: Die Tiere, denen das entscheidende Gen fehlte, neigten dazu, kleinere Plaques und weniger der toten Zellen darin zu bilden.

"Mit dieser Entdeckung wächst die Hoffnung, dass neue Medikamente entwickelt werden, um gezielt Menschen mit Arterienverkalkung (Arteriosklerose) zu helfen", so Studienleiterin Ira Tabas. In Zukunft könne man bereits bei jungen Menschen sogar vorbeugende Behandlungen einsetzen.

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