Sexualität: Gen Schuld an vorzeitiger Ejakulation

Trauriges Paar im Bett
Vorzeitige Ejakulation belastet Partnerschaften

Wenn Männer zu früh kommen, hat das nicht nur psychologische sondern häufig biologische Gründe

Männer mit einer bestimmten Variation eines Gens ejakulieren doppelt so schnell wie andere Männer. Das fand eine Studie mit rund 200 niederländischen Männern heraus, die an der Universität Utrecht durchgeführt wurde.

Diese Gen-Variante beeinflusst das Hormon Serotonin. Der Serotonin-Level steuert die Geschwindigkeit des Samenergusses: Bei Männer mit zu schneller Ejakulation war das Serotonin in den verantwortlichen Hirnregionen weniger aktiv.

Laut Studienleiter Marcel Waldinger zeigt die Studie, dass für einen vorzeitigen Samenerguss psychologische Gründe nicht im Vordergrund stehen. Außerdem könnte eine Gen-Therapie zur Behandlung entwickelt werden.

Sexualtherapeutin Paula Hall bestätigt dies: "Vorzeitige Ejakulation ist definitiv nicht rein psychologisch bedingt." Ein psychologischer Einfluss ist aber dennoch möglich, besonders, wenn die Probleme nicht bei jedem Partner auftreten. Im Allgemeinen haben Männer mit vorzeitiger Ejakulation oft sehr schnelle Reflexe, können daher beispielsweise hervorragend Tennis oder Computer-Games spielen.

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