Risikoreiches Erbgut: Genmutation entdeckt

AMT-Genmutation deutet auf Krebs hin
Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten. Mehr als 5 Prozent der Betroffenen sterben innerhalb von 5 Jahren

Erblich bedingter Bauchspeicheldrüsenkrebs entlarvt: Forscher haben Gen gefunden, das Pankreas-Tumore begünstigt

Offenbar haben amerikanische Forscher das Gen gefunden, das für erblich bedingten Bauspeicheldrüsenkrebs verantwortlich ist. Demnach soll die Mutation des so genannten ATM-Gens – kurz für "Ataxia Telangiectasia Mutated" – schuld sein für aggressive Tumore der Drüse. Das Gen produziere ein Protein, das die Wachstumsgeschwindigkeit von Zellen kontrolliere, so die Wissenschaftler von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der tödlichsten Krebsarten, an der mehr als 95 Prozent aller Betroffenen innerhalb von 5 Jahren sterben. Rund 10 Prozent der Fälle sollen erblich bedingt sein, so die Mediziner, denen bislang aber kein Beweis für diese These vorlag.

Für ihre Studie testeten sie 166 Patienten, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und bei denen bereits weitere Fälle in der Familie aufgetreten waren. 4 von ihnen hatten tatsächlich eine Mutation des ATM-Gens. Bei der Kontrollgruppe von insgesamt 190 Probanden hatte hingegen kein einziger diese Mutation. Dies lege nahe, dass die Genmutation eine entscheidende Rolle bei familiär gehäuften Krebserkrankungen spiele.

Vor allem für die Krebs-Früherkennung und künftige Screenings soll das Ergebnis der Studie von großem Nutzen sein.

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