Psychologie: Geschlechter-Unterschied bei der Schadenfreude

Schadenfroher Mann – mitfühlende Frau
Schadenfroher Mann - mitfühlende Frau

Wenn ein unfairer Egoist bestraft wird, neigen Männer mehr zur Genugtuung als zum Mitleid

Männer empfinden offenbar mehr Schadenfreude als Frauen – jedoch nur für Menschen, die sie als unfair kennen gelernt haben. Dieses Ergebnis einer Studie der Londoner College Universität, wurde mit Hilfe eines Wirtschaftsspiels und gleichzeitiger Hirnströmungs-Aufzeichnung ermittelt.

Hierfür bekamen Teilnehmer, die sich in diesem Strategie-Spiel entweder egoistisch oder gemeinnützig verhalten hatten, harmlose elektrische Schläge versetzt. Erhielt ein Teilnehmer einen Stromschlag, der sich zuvor fair verhalten hatte, fühlten sowohl Männer als auch Frauen den Schmerz des sympathischen Spielers buchstäblich mit. Egoisten bekamen hingegen nach einem elektrischen Impuls weniger Mitgefühl. Frauen empfanden nach wie vor Mitleid, aber bei Männern wurde Genugtuung gemessen. Somit freuten sich die männlichen Mitspieler mehr über die Bestrafung als die Frauen.

Die britischen Wissenschaftler begründeten die Ergebnisse damit, dass unsere Gefühlswelt darauf angelegt ist miteinander auszukommen. Die Ablehnung von zu eigennützigen Menschen sichert anscheinend den sozialen Frieden. Hinter dem geschlechter-typischen Unterschied vermuten die Forscher richterliches Rollenverhalten des Mannes.

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