Bitte lächeln: Gesunde und weiße Zähne

Rosinen verhelfen zu einem kraftvollen Biss
Weiße Zähne, damit Sie auch morgen noch blitzblank lächeln

Dieser Stufenplan sorgt für neue und gründliche Reinheit – damit Sie auch morgen noch strahlend lächeln können

Weiße Zähne sind im Trend. Immer noch. Denn schon vor über 2000 Jahren verschönerten die Menschen ihre Gebisse. Effizientes Bleaching mit Chemikalien beherrschten die Dentisten der alten Römer zwar noch nicht. Stattdessen setzten sie den Urin portugiesischer Esel ein, um die Zähne ihrer Kundschaft aufzuhellen. Keine Angst, moderne Methoden sind deutlich angenehmer. Mit dieser Strategie lächeln Sie blitzblank.

Alle zwölf Stunden
Wenig Überraschung, viel Wirkung: Zweimal Zähneputzen am Tag hilft am effektivsten gegen Zahnverfärbungen. Natürlich putzen Sie nicht im Husch-Husch-Verfahren. Auch die Zahninnenseiten sollten von Belägen befreit werden, und die Zahnzwischenräume ziehen Plaque und Zahnstein geradezu an. Kontern Sie mit der täglichen Verwendung von Zahnseide oder einem Interdentalbürstchen, das selbst die engste Ritze blitzsauber kriegt.

Zweimal pro Monat
Weißmacher-Pasten entfernen äußerliche Beläge, die Kaffee, Tee, Rotwein, Nikotin und andere Genussmittel hinterlassen haben. Empfehlenswerte Stark-Rubbler mit hohem Abrieb sind laut Stiftung Warentest (1/2001) die Produkte "Colgate Sensation White" und "Blend-a-med medicweiß". Die Schmirgelstoffe rauen den Zahnschmelz auf, legen allerdings bei zu häufiger Verwendung das Zahninnere (Dentin) frei. Stellt der Zahnarzt bei Ihnen zurückgehendes Zahnþeisch oder frei liegende Zahnhälse fest, sollten Sie deshalb bestenfalls noch Theramed Naturweiß verwenden – eine Weißmacher-Paste mit besonders niedrigem Abrieb und trotzdem guten Reinigungswerten.

Alle sechs Monate
Zu Jubiläen lässt die britische Königin ihren Palast mit Sandstrahl vom bleigrauen Umweltschmutz befreien. Ähnlich funktioniert der Air-Flow beim Zahnarzt. Eine Mischung aus Wasser und Salzkristallen prasselt unter Hochdruck auf die Beläge – und entfernt sie. Wegen seiner abrasiven (abtragenden) Wirkung sollte Air-Flow aber allerhöchstens viermal im Jahr angewendet werden. Eine Alternative ist das Polieren der Zähne mit rotierenden Bürstchen und speziellen Polierpasten. Vorteil: Die Zahnoberþäche wird glatter, neue Beläge können sich also schlechter festsetzen.

Alle drei Jahre
Der Weißmacher mit der längsten Wirkungsdauer ist Bleaching (Bleichen). Mit einer individuell angepassten Bleichschiene schützt der Zahnarzt das Zahnfleisch des Patienten vor Schädigungen. Dann kommt das aggressive Bleich-Gel, meist mit dem Wirkstoff Carbamid-Peroxid, auf die Zähne. Das Licht einer Polymerisations-Lampe beschleunigt den Zerfallsprozess der Chemikalie und damit die Bleichwirkung. Beim Laser-Bleaching ersetzt ein Laserlicht die übliche Lampe. Der Vorteil bei dieser Behandlung ist die geringere Wärme-Entwicklung. Ein Bleaching beim Zahnarzt dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Extrem verfärbte Zähne werden oft erst nach mehreren Sitzungen weiß. Der Preis pro Kiefer liegt bei zirka 200 Euro.

Nicht zu empfehlen sind fertige Bleaching-Sets aus dem Drogeriemarkt, deren Bleichschienen nicht individuell geformt sind. "Die Folge ist, dass das Bleichmittel auch auf das Zahnþeisch einwirkt und dort Entzündungen verursachen kann", sagt Dr. Claus-Peter Ernst von der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. "Auch quillt aus den Universalschienen leicht Bleichsubstanz heraus, die dann verschluckt wird. Dadurch wird die Gefahr von Nebenwirkungen unnötig erhöht."

Alle zehn Jahre
Nicht bleichbar sind vorhandene Füllungen oder Kronen. Wer viele davon hat, vor allem im Frontbereich, sollte sie entweder austauschen lassen oder gleich Veneers verwenden. Ein Veneer (englisch für Verblendung) ist eine dünne Keramikschale, die der Arzt über einen Zahn stülpt. Vorher entfernt er eine 0,2 bis 0,7 Millimeter dicke Schicht Ihres geliebten Zahnschmelzes. Pro Zahn müssen Sie allerdings mit Kosten ab 800 Euro rechnen. In Ausnahmefällen übernimmt die Krankenkasse einen Teil davon.

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