Schneller Abnehmen: Gesundheitsrisiko Bauchfett

Stellen Sie sich ihr Ziel vor
Ein flacher Bauch mindert das Herzinfarkt-Risiko

Ein dicker Bauch sieht nicht nur unvorteilhaft aus, er ist auch eine tickende Zeitbombe. Hier die besten Gründe, warum Sie sich das Bauchfett dringend abtrainieren sollten

Ab einem Taillenumfang von 94 Zentimetern steigt das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Darmkrebs und andere Erkrankungen. Zeit, die Ernährung umzustellen! Alarmstufe Rot gilt ab einem Bauchumfang von 102 Zentimetern.

Mehr als ein Viertel aller Männer in Deutschland liegt über diesem Grenzwert. Dies ist das Ergebnis der Nationalen Verzehrstudie des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe, die im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt wurde. Herzinfarkt und Diabetes sind dann praktisch programmiert.

Das Risiko steigt noch durch die typisch männliche Fettverteilung. Die Polster sind nicht gleichmäßig über den gesamten Körper verteilt, sondern sie konzentrieren sich eher in der Mitte. Das meiste Fett befindet sich im Bereich der Bauch-Eingeweide. Der zu dicke Männerbauch ist deutlich vorgewölbt und prall mit Fett gefüllt. Durch so einen Ranzen steigt Ihr Herzinfarkt-Risiko zusätzlich. Das bedeutet: Sie müssen die Ernährung und Ihre Lebensgewohnheiten umstellen.

Auf dem Weg dorthin müssen Sie nur Ihr Gehirn ausschalten – oder zumindest austricksen. Denn leider ist das Rechenzentrum im Kopf so programmiert, dass es im Zweifelsfall Ihrem Mund den Befehl zur Essensaufnahme gibt, auch wenn der Körper schon genug hat und schlaff, dickleibig und träge wird. Das Gehirn arbeitet immer noch im Neandertaler-Modus. Es verhält sich so, als seien Nahrungsmittel knapp und als müsste der Körper jede Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme nutzen. Im Zeitalter prall gefüllter Supermarkt-Regale und kalorienstrotzenden Fast-Food-Marketings steuert uns das Steinzeit-Gehirn geradewegs ins Verderben.

Sogar das Fettgewebe mischt sich in die Entscheidungen des Gehirns ein. In einer Studie der University of Western Ontario in Kanada haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass Fettzellen das Hormon Neuropeptid Y produzieren. Dieser Botenstoff signalisiert, dass es mal wieder an der Zeit ist, die gemästeten Zellen zu füttern – auch wenn Sie das eigentlich nicht tun sollten. Neuropeptid Y regt den Appetit an und hemmt gleichzeitig die Lust auf Bewegung.

Zwar gibt es im Körper natürliche Gegenspieler dieses Fettsucht-Hormons – dazu gehört beispielsweise das Hormon Leptin, das ebenfalls in Fettzellen hergestellt wird. Doch Studien zeigen, dass gerade bei Übergewichtigen häufig eine Resistenz gegen Leptin vorhanden ist. Das bedeutet, das Gehirn reagiert nicht auf Sättigungssignale.

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