Flüssigkeitshaushalt: Getränkesysteme für unterwegs

deuter Nordic lite
Der Trinkflaschenhalter Nordic Lite von Deuter wiegt 140 Gramm und fasst 0,5 Liter

Ein Trail führt in einsame Gegenden: Da sollten Sie ein Trinksystem und andere Kleinigkeiten dabei haben

Getränkestationen bei Laufveranstaltungen sind eine tolle Erfindung. Im Abstand von wenigen Kilometern kann dort der Flüssigkeitsbedarf gestillt werden. Wer diesen Service nicht in Anspruch nehmen kann – ob im Training oder bei entsprechenden Langdistanzläufen –, muss genau planen. Die erste Frage sollte nämlich nicht lauten, wie viel Flüssigkeit mitzuführen ist, sondern ob überhaupt welche benötigt wird. Denn grundsätzlich stört beim Laufen jedes zusätzliche Gramm und jedes Ausrüstungsteil, das nicht fest am Körper fixiert ist. Dazu gehören der Rucksack oder die Hüfttasche genauso wie die Flüssigkeit selbst.

Bei den meisten Trainingsläufen lässt sich das Getränkeproblem unterwegs lösen, beispielsweise durch eine Tankstelle, einen Kiosk oder einen Frischwasserbrunnen. Oft kann man die Strecke für den langen Lauf so legen, dass zumindest eine dieser "Getränkestationen" auf dem Weg liegt. Ist dies nicht der Fall, dann gibt es im Wesentlichen drei Lösungen: einen Flaschengurt für die Hüfte mit mehreren kleinen Fläschchen, eine Hüfttasche mit Aufnahmefach für eine oder zwei Getränkeflaschen und schließlich den Laufrucksack. Der hat neben einem Gepäckfach Platz für ein Trinksystem, das meist zwischen 1,5 und 3 Liter Flüssigkeit in einer Blase aufnimmt und über einen Schlauch mit Mundstück das Trinken während des Laufens ermöglicht.

Ein Rucksack beeinflusst den Laufstil
Hüftgurte sind die schlankere Lösung. Ihr Vorteil: Sie sitzen dicht am Körperschwerpunkt, weshalb sie die Körperhaltung am wenigsten beeinträchtigen. In den Laufrucksack passt zwar mehr rein, aber viele Läufer verändern durch ihn unmerklich ihren Laufstil: Sie vermeiden die sonst übliche Auf- und Abbewegung des Oberkörpers, um den Rucksack am Rücken ruhig zu halten. Dies kann auf Dauer zu Verkrampfungen führen und ist nicht optimal für die Laufleistung, ganz zu schweigen vom Laufgenuss.

Ein Trinkrucksack zur Flüssigkeitsmitnahme

Trinkrucksäcke können bis zu drei Litern fassen

In einen Hüftgurt passen zwar meist kleinere Ausrüstungsutensilien hinein – etwa eine leichte Regenjacke, Handy und Energieriegel –, aber bei größeren Transportaufgaben muss der Laufrucksack her. Schulter und Rücken schwitzen dabei unvermeidlich unter den Schulterträgern. Aber dafür kann man mit einem Rucksack auf längeren Distanzen auch Wechselwäsche und Schutzbekleidung mitnehmen.

Trinkrucksäcke
Ein Trinkrucksack bietet viel Platz für bis zu 3 Litern Flüssigkeit.

Salomon XA Pro Packvest
Die speziell fürs Laufen entwickelte Weste gibt es in vier Größen sowie einer Damen- und einer Herren-Version. Sie ist mit Trinkblase- und -system ausgerüstet und hat vorn zwei Flaschenhalter. Ab 80 Euro

Deuter Hydro Lite 2.0
Den Hydro Lite gibt es in verschiedenen Größen. Die zwei Liter große Trinkblase ist zum Laufen empfehlenswert. Sie lässt sich zum Befüllen herausnehmen, ihr Fach ist isoliert. Zusätzlich Ein-Liter-Gepäckfach. Netzschulterträger und Luftkanäle sorgen für Belüftung. Ab 50 Euro

Deuter Nordic Lite
Die kleine Hüfttasche hat ein Fach für eine kleine, schräg eingesetzte Trinkflasche (0,5 Liter Inhalt) und dazu zwei kleine Staufächer. Ab 15 Euro

The North Face Xenon
Die Xenon-Hüfttasche nimmt zwei 0,5-Liter-Flaschen auf, das Reißverschlussfach reicht für Kleinteile. Die Flaschen sind schräg eingesteckt. Ab 40 Euro

Seite 10 von 14

Sponsored SectionAnzeige