Minus 67 Kilo: Er hat sein Gewicht mehr als halbiert

Serdar wog vorher 125 Kilo und nachher 67 Kilo
Gewicht halbiert: Serdar (24; 1,68 m) aus Hagen wog vorher 125 Kilo, nachher 58 Kilo

Ein klares Ziel vor Augen und türkisches Essen statt Hausmannskost auf dem Teller: ­Unser Leser berichtet, wie er sein Gewicht mehr als halbierte

Sie haben innerhalb von einem Jahr gut die Hälfte Ihres Körpergewichts verloren. Wie kam’s zur Kehrtwende?
Als Teenager bin ich immer schlank gewesen, doch in 5 Jahren Beziehung hatte ich mir die Kilos irgendwie angefuttert. Bei uns gab’s oft fettige Hausmannskost in riesigen Portionen, außerdem gaben wir beim Lieferservice häufig umfangreiche Bestellungen fürs Abendessen auf. Nach der Trennung von meiner Partnerin 2012 wollte ich den Umbruch, fing an, meine Ernährung umzustellen, um endlich abzunehmen. Ich wollte wieder der sein, der ich früher einmal war. Bis zum heutigen Zeitpunkt habe ich insgesamt 67 Kilogramm abgenommen.

Was haben Sie denn im Vergleich zu früher bei der ­Ernährung verändert?
Es war meine Absicht, ohne eine radikale Diät abzunehmen. Ich wollte dabei nicht hungern, sondern immer noch gut essen, nur ein wenig  anders. Nachdem die ersten Kilos gepurzelt waren, fasste ich konkret die 60-Kilo-Marke als Wunschgewicht ins Auge. In dieser Zeit aß ich morgens 2 bis 3 Scheiben dunkles Brot, mittags meist türkisches Essen in kleineren Portionen. Abends wurde nicht mehr beim Lieferservice bestellt, sondern das Schwarzbrot ausgepackt. Das türkische Essen meiner Mutter ist ganz im Gegensatz zu deutscher Hausmannskost gut, um abzunehmen, aber auch für den Muskelaufbau geeignet, da Reis und Gemüse bei den Gerichten jeweils eine wichtige Rolle spielen. Auf Süßigkeiten habe ich komplett verzichtet. Um den Heißhunger auf Schokolade etwas zu dämpfen, habe ich oft Kuchen oder Crêpes gebacken – mit Eiweißpulver, ohne Zucker.

Diese Ernährungsumstellung reichte aus, um so viel Gewicht zu verlieren?

Nein. Nach 4 Monaten und 42 Kilo Gewichtsverlust habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet, da ich Angst vor schlaffer, hängender Haut hatte. Dort hat mich ein Personal Trainer unterstützt, indem er mir mit einem Workout-Plan und Ernährungstipps jederzeit zur Seite stand. Ich ging 3-mal in der Woche zum Sport, um mein zirka 2 Stunden langes Programm durchzuziehen. Das begann jeweils mit einer 10-minütigen Aufwärmphase, anschließend habe ich sehr viel Krafttraining absolviert, und den Abschluss bildete ein 30-minütiges Auslaufen. Beim Krafttraining lag der Schwerpunkt übrigens auf Übungen mit Eigengewicht.

Sind Sie jetzt rundum zufrieden oder haben Sie sich neue Ziele gesetzt?

Für mich bestand das größte Risiko darin, immer weiter abzunehmen. Zwischenzeitlich lag mein Gewicht nur noch bei 54 Kilogramm, das sah nicht mehr gut aus. Meine Freunde holten mich da auf den Boden der Tatsachen zurück und machten mir klar, dass ich viel zu dünn geworden sei und zunehmen sollte. Zurzeit führe ich mir zwischen 3000 und 3500 Kalorien pro Tag zu, um so wieder an Masse zuzulegen und einige Muskeln aufzubauen. Mindestens 60 Kilogramm sollen es wieder werden, wenn genug Muskeln da sind, vielleicht auch mehr.

Serdars Süßigkeitenersatz
Diese Leckereien liefern mehr Eiweiß als Zucker

 Winterlicher Kuchen

  • 2 kleine Bananen
  • 1 Apfel
  • 150 g Haferflocken
  • 1 Ei
  • 1 Handvoll Mandeln
  • 1 Schuss Milch
  • 30 g Eiweißpulver
  • 1 Handvoll Himbeeren
  • 1 Prise Spekulatiusgewürz oder Zimt
  • ½ TL Backpulver

Alles miteinander vermengen, dann in eine Springform geben, in den Ofen schieben und 20 Minuten lang bei 200 Grad backen.

 Kraft-Crêpe aus dem Ofen

  • 100 g Haferflocken
  • 1 Ei
  • 1 Schuss Milch
  • 1 Apfel
  • 1 Banane
  • 1 Prise Zimt
  • 50–100 g Magerquark
  • 30 g Eiweißpulver
  • 1 Handvoll Himbeeren (in der ­Mikrowelle erwärmt)

Die Haferflocken, das Ei und die Milch miteinander vermengen. Anschließend die Masse auf Backpapier ausbreiten und im Backofen zirka 10 Minuten bei 180 Grad backen. Den Apfel schälen und 2 Minuten lang in der Mikrowelle erwärmen, danach zusammen mit der Banane in einer kleinen Schüssel zerdrücken. Zimt untermischen. Das Backblech aus dem Ofen nehmen, danach das Apfel-Bananen-Mus auf dem Teig verteilen. Fladen mit dem Backpapier einrollen und noch einmal für 10 Minuten bei 180 Grad in den Backofen schieben. Den Magerquark, das Eiweißpulver und die Himbeeren gründlich miteinander vermengen, anschließend zum Crêpe servieren.

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