Kalorien zählen: Gewichtheber brauchen bis zu 8000 Kalorien

Gewichtheber brauchen bis zu 8000 Kalorien
Spitzensportler müssen auf die richtige Ernährung achten

Unterschiedliche Bedürfnisse und Belastungen erfordern differenzierte Nahrungszufur

Leistungssportler müssen ganz besonders sorgfältig auf ihre Ernährung achten, so Men's Health in seiner am Mittwoch, dem 13.8, erscheinenden August-2011-Ausgabe. Dabei gehe es vor allem um die tägliche Kalorienmenge. So liegt der Durchschnittswert des Gewichthebers Matthias Steiner (29) bei immerhin 6200 Kalorien pro Tag. An harten Trainingstagen mit schweren Gewichten verzehrt der Weltmeister und Olympia-Sieger sogar bis zu 8000 Kalorien.

Ein "normaler" Mann benötigt dagegen nur etwa 2000 bis 2500 davon. Als Gewichtheber ist Steiners Bedarf allerdings nicht repräsentativ für Spitzensportler jeder Disziplin. Gewichtheber verfügen auf Grund der nötigen Körpermasse von Natur aus über einen hohen Grundumsatz. Bei alltäglichen Handlungen – etwa Treppensteigen oder Spazierengehen – verbrennen sie darum deutlich mehr Kalorien als andere Athleten. So braucht der Box-Weltmeister im Mittelgewicht Felix Sturm (32) im Vergleich zu Steiner nur geringe 3200 Kalorien pro Tag. Insbesondere in der Vorbereitungsphase von Kämpfen muss er sein Gewicht regelmäßig von im Schnitt 83 Kilo auf 72,5 Kilo reduzieren.

Um einen maximalen Fettabbau zu garantieren, senkt Sturm dabei extrem die Kohlenhydrat-Zufuhr. Die geringe Energie-Aufnahme schwächt allerdings das Immunsystem des Boxers enorm. Darum muss er bestimmte Fett- und Aminosäuren sowie Vitamine und Mineralstoffe durch Nahrungsergänzungsmittel ersetzen. Die Präparate gibt es nicht im Handel, sondern sie werden extra für den Boxer zusammengestellt und sind exakt auf seine Bedürfnisse abgestimmt.

Einen ähnlichen Bedarf wie Sturm hat auch Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (24): Er braucht etwa 2800 Kalorien täglich. Um die für seinen Sport notwendige maximale Konzentration zu gewährleisten, muss Vettel auf eine perfekt abgestimmte Ernährung achten, denn pro Rennstunde verliert er rund 450 Kalorien. Weil Beschleunigungs- und Bremskräfte den Magen stark strapazieren, spielt auch der genaue Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme für Vettel eine entscheidende Rolle. Und dabei zeigt er sich erstaunlich robust: Er kann auch eine halbe Stunde vor dem Rennen noch etwas zu sich nehmen. Bei anderen Fahrern würde das zu Magenkrämpfen führen – oder ihnen käme das Essen wieder hoch.

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