BBQ im Park: Grill-Regeln für öffentliche Plätze

Mit den ersten Sonnenstrahlen werden Holzkohle und Co wieder ausgepackt
Aufgepasst – wer an öffentlichen Plätzen grillen möchte, muss sich an städtische Regeln halten

Was Sie beim Grillen in den Großstädten Berlin, Hamburg, Köln, München, Dresden und Frankfurt beachten müssen

Die Sonne scheint, in den Parks duftet es nach Blumen und Kräutermarinade. Kräutermarinade? – Ja, die Grillsaison hat begonnen und egal wo man sich aufhält: Es wird gegrillt! Aber darf man eigentlich überall Grillen?

Auf Privatgrundstücken ist Grillen grundsätzlich erlaubt, solange sich die Nachbarn nicht gestört fühlen. Da es kein einheitliches Grillgesetz gibt, ist nicht festgelegt, wie oft Sie grillen dürfen. Allerdings können im Mietvertrag Klauseln diesbezüglich enthalten sein.

Auch für das Grillen an öffentlichen Plätzen gibt es kein Gesetz – hier entscheiden Kommunen und Städte individuell. Wir sagen Ihnen wie Sie in Berlin, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Köln und München unnötigem Ärger aus dem Weg gehen.

Berlin

Das Brutzeln von Fleisch ist in Berlin nur auf ausgeschilderten Grillplätzen erlaubt und die findet Sie nahezu überall. Von Lichtenberg über Mitte bis hin zu Zehlendorf – nahezu jeder Bezirk bietet eine Möglichkeit die Buletten zu rösten.

Wer trotz der vielen Grillplätze an anderen Stellen grillt, muss je nach Verstoß mit Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro rechnen. Eine Übersicht der aktuellen Grillplätze, Spielregeln und eine Vielzahl von Empfehlungen finden sie auf Berlin.de.

Dresden

In Dresden ist das Grillen in der Polizeiverordnung geregelt. Generell müssen Grill-Liebhaber im öffentlichen Bereich jedoch eine Erlaubnis einholen. Wer darauf keine Lust hat, sucht die Grillplätze der Stadt auf. In den Bereichen Altstadt, Neustadt, Prohlis und Cotta müssen Sie sich weder anmelden noch eine Gebühr zahlen.

Die Plätze an der Elbe sind leider komplett betoniert – das nimmt ein wenig das Naturfeeling. Trotzdem lohnt sich ein Regelverstoß nicht, denn wie in jeder anderen Stadt müssen Sie auch hier mit Verwarnungsgeldern rechnen. Auf Dresden.de finden Sie alle Informationen, die Sie zum Grillen brauchen.

Tipp: Sie haben Lust auf ein Lagerfeuer? Dresden bietet für eine Gebühr von zehn Euro insgesamt fünf Lagerfeuerplätze an der Elbe an.

Frankfurt

In Frankfurt darf in Wäldern und stadtischen Grünanlagen auf den vorgesehenen Grillplätzen ein offenes Feuer entfacht werden. Für das Landschaftsschutzgebiet trifft diese Regel nicht zu. Das große Areal ist in zwei Zonen unterteilt. Zone I soll zur Erholung dienen. Hier ist Grillen an den vorgesehenen Plätzen erlaubt – sogar Grillfeste sind gestattet. In Zone II hingegen ist das Grillen vollkommen untersagt (Naturschutz). Lagerfeuer sind in beiden Zonen verboten, in Ausnahmefällen jedoch mit einer Genehmigung möglich.

Offenes Feuer darf in Frankfurt wochentags nur bis vier Uhr und Samstag bis zwölf Uhr gemacht werden. Sonntags ist es komplett verboten. Weitere nützliche Informationen finden Sie auf der Internetseite frankfurt.de

Hamburg

Grillen an Alster oder Elbe... ein Traum - aber darf da eigentlich gegrillt werden? Wie in den nahezu allen Städten ist auch in Hamburg das Grillen an öffentlichern Stellen nicht gestattet – es sei denn, es handelt sich um einen ausgewiesenen Grillplatz. Und da kann Hamburg mit einer Vielzahl von Grillplätzen punkten. Auf der Internetseite Hamburg.de finden Sie eine Liste aller Plätze sogar mit kurzer Wertung und Verkehrsanbindung.

Als besonders beliebt gilt der Öjendorfer Park, hier gibt es einen See und einen Abenteuerspielplatz. Für Sportbegeisterte empfiehlt sich der Grillplatz Rotenhäuser Wettern. Beachvolleyball- und Streetballfelder laden zum Abtrainieren der Bratwurst ein.

Köln

Die Kölner nehmen es mit dem Grillen etwas lockerer. Grundsätzlich ist das Grillen überall erlaubt. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, wie zum Beispiel den Rheinpark. Auf der Internetseite der Stadt Köln können Sie nachschauen, wo Grillverbot herrscht.

Ansonsten darf gegrillt werden bis der Arzt kommt – wenn man sich an die Regeln hält. Wer sich beim "Müllvergessen", Zündeln oder Einräuchern erwischen lässt, muss bis Geldstrafen rechnen. Als weiteres Plus bietet Köln auch noch öffentliche Grillplätze, auf denen es etwas luxuriöser zugeht.
Koeln.de bietet hier eine Vielzahl von Informationen.

Tipp: Im Nahe gelegenen Mühlheim gibt es einen Grillplatz dirket am Rhein – allerdings muss man seinen eigenen Grill mitbringen.

München

Selbst die sonst so strengen Münchener erlauben das Grillen an Isar, Seen und öffentlichen Grünanlagen, allerdings nur in den vorgegebenen Grillzonen. Sitzgarnituren und Überdachungen sind jedoch überall verboten. Vor allem für das Landschaftsschutzgebiet Isarauen gelten strenge Regeln. Grillen ist hier nur auf den vorgesehenen Kiesbänken gestattet, zudem gilt für das komplette Gebiet ein Party- und Event-Verbot.

Alle Grillzonen sind mit Schildern gekennzeichnet . Die Internetseite Muenchen.de beantwortet alle Fragen rund ums Thema Grillen in München. Hier finden Sie auch eine Liste der aktuellen Grillplätze.

Tipp: Grillgeräte die weniger 30 Zentimeter über dem Boden liegen, dürfen nur auf vegetationsfreien Flächen, wie Kiesbänken oder asphaltierten Plätzen, genutzt werden.

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