Doppelter Schutz: Grippeimpfung schützt vor Schlaganfall

Sich gegen Grippe impfen zu lassen beugt gleichzeitig Schlaganfällen vor
Grippe? Ein Impfung schützt gleichzeitig vor Schlaganfällen

Wer sich regelmäßig gegen Influenza impfen lässt, hat ein deutlich geringeres Schlaganfall-Risiko als Ungeimpfte, vermuten französische Forscher.

Nicht nur gegen Grippe schützt die jährliche Influenza-Impfung, französische Wissenschaftler vermuten, dass der jährliche Pieks auch das Risiko für einen Schlaganfall deutlich herabsetzt.

Pierre Amarenco vom Bichat-Krankenhaus in Paris und seine Kollegen beobachteten über zwei Jahre lang 270 Patienten mit einem Alter von über 60 Jahren. Ein Drittel der Untersuchten hatte während der Zeit einen Schlaganfall, die restlichen zwei Drittel blieben gesund, hatten aber ähnliche Risikofaktoren wie Diabetes und Bluthochdruck.

Bei ihren Berechnungen fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Schlaganfall-Risiko für die Geimpften um die Hälfte niedriger war, als für die nicht Geimpften.

In der Fachzeitschrift "Stroke" schreibt Amarenco, dass eine Grippe wahrscheinlich das Schlaganfall-Risiko erhöht, weil Influenza eine Hyperkoagulation, eine akute Arterienverkalkung, auslösen kann, was oft zu einem Schlaganfall führt.

Eine andere Möglichkeit wäre aber, dass die regelmäßig geimpften auch insgesamt sorgsamer mit ihrem Körper umgehen und auf ihre Gesundheit besser achten. Die Wissenschaftler wollen dieser Vermutung weiter nachgehen.

Auch wenn die Grippe-Impfung nicht vor Schlaganfällen schützen sollte, hilft sie immer noch gegen die banale Influenza – wofür sie in erster Linie gedacht ist.

Sponsored SectionAnzeige