Körpergröße: Frauen wollen große Männer

Dank Weibchen bleiben Männchen länger zeugungsfähig

Große Männer haben mehr Chancen beim anderen Geschlecht als kleine. Bei Frauen ist es umgekehrt. Der Grund könnte in der Evolution zu finden sein

Lange Kerle haben es gut: Frauen stehen eher auf sie als auf kleine Gnome. Bei Frauen ist es umgekehrt: Männer wollen keine Bohnenstangen, sie sind eher auf Frauen mit weiblichen Formen scharf. Das fand Daniel Nettle heraus, Größenforscher an der britischen Universität in Milton Keynes.

Nettle befragte dafür 10.000 Frauen und Männer, die alle 42 Jahre alt waren. Als Indiz für die Attraktivität nahm er die Zahl der gezeugten Kinder. Das Ergebnis: Männer mit einer durchschnittlichen Größe von 1,75 Metern haben deutlich weniger oft Kinder als Kerle, die 1,85 oder größer sind.

Bei Frauen galt das Gegenteil: Am wahrscheinlichsten waren die Kleinen zwischen 1,48 und 1,55 Metern Ehefrauen und Mütter. Das ist deutlich unter der Durschnittsgröße von 1,60 Metern von Frauen.

Eine Frage der Fruchtbarkeit
Nettle schloss daraus, dass überdurchschnittlich große Männer besonders attraktiv auf Frauen wirken. Für Männer dagegen sei die Größe der Partnerin nur indirekt entscheidend. Die schauen auf die "Signale der Fruchtbarkeit", also gut ausgebildete Rundungen. Und solche bekommen kleine Frauen eher, weil sie meist früher in die Pubertät kommen als große. Die stecken dagegen viel Energie in das Längenwachstum.

Ein weiterer Vorteil für kleine Frauen: Weil sie bei mehr Männern nach oben schauen müssen, ist Ihre Auswahl auch größer.

"Scheinbar sind große Männer und kleine Frauen auch heute noch evolutionär begünstigt. Der Größenunterschied zwischen Frauen und Männern wird daher nicht verschwinden," meint Nettle zu seinen Ergebnissen.

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