Lebensmittel gegen Krebs: Grünzeug überbewertet?

Wie gesund ist Gemüse wirklich?
Gemüse ist gut für die schlanke Linie. Doch beugt es auch Krebs vor?

Eine gesunde Ernährung führt zum richtigen Gewicht – und das hilft wiederum bei der Krebsprävention

Woher kommt der Hype ums Grünzeug? Da war die Beobachtung: Wer viel frische Pflanzen futtert, ist fitter, sieht besser aus, leidet seltener an Infektionen und anderen Erkrankungen. Einbildung? Zum Teil vielleicht, denn oft leben Gemüsefans auch sonst gesünder: rauchen nicht, bewegen und entspannen sich mehr.

Entscheidender könnte aber sein: Als die Verbindung zwischen Grünzeug und Gesundheit postuliert wurde, konnte sich längst nicht jeder Frisches leisten, schon gar nicht im Winter oder im Krieg. Heute bieten selbst Fast-Food-Ketten und Tankstellen Äpfel und Salate an.

Kein Übergewicht zu haben, ist für die Krebsprävention entscheidend
Heiner Boeing, Professor am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam und Leiter des dortigen EPIC-Projektes, vermutet: Der Durchschnittseuropäer isst heute genug Obst und Gemüse, so dass ein paar Brocken Brokkoli mehr das Krebsrisiko nicht weiter drücken. Zumindest nicht direkt. Will man schlank werden und bleiben, sind sie aber unverzichtbar. Professor Konrad Biesalski von der Kommission Ernährung und Krebs der Deutschen Krebsgesellschaft bestätigt: „Kein Übergewicht zu haben, ist für die Krebsprävention entscheidend, und viel Obst und Gemüse zu essen, hilft eben sehr dabei.“

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