Essen für Sportler: Grundlagen der Sporternährung

Grundlagen der Sporternährung
Wer sportliche Erfolge will, ernährt sich am besten eiweißreich und mit viel Gemüse

Den Erfolg herbei futtern: Wir weisen Sie ein in die Grundlagen der Sporternährung und verraten Ihnen den optimalen Nährstoffmix für sportliche Bestleistungen

Schokoriegel, Cola, Bananen, Nudeln – was wie ein Büfett für einen Kindergeburtstag klingt, beschreibt das Repertoire vieler Sportler, die damit ihre Leistung steigern wollen. Vertreter der klassischen Ernährungswissenschaft inklusive der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gehen davon aus, dass Kohlenhydrate gesund, figurfreundlich und vor allem förderlich für sportliche Höchstleistung sind. Zuckerriegel und Pasta gelten als Turbo-Treibstoff für Siegertypen.

Aber das ist ein Irrtum. Zahlreiche Studien der renommiertesten Universitäten, etwa der Harvard Universität in Boston (USA), beweisen, dass eine Überdosis Kohlenhydrate nicht nur krank und dick macht, sondern dass Sportler schlechtere Leistungen bringen, wenn sie zu viele Kohlenhydrate essen. Immer mehr der deutschen Spitzen-Athleten merken: Auf den Speiseplan gehören mehr Eiweiß und Fett.

Auch die Medien schwenken um. Im August 2008 erschien auf NBCSports.com der Artikel "Was essen US-Turner bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele?". Die Sportler hatten entweder kohlenhydratreich oder eiweiß- und fettbetont gegessen. Die Athleten aus der Kohlenhydrat-Fraktion mussten feststellen, dass ihnen selbst das Aufladen mit Kohlenhydraten, das Carbo-Loading, nicht viel brachte. Einige Teilnehmer aus der Gruppe mit eiweiß- und fettreicher Kost erzielten klar bessere Resultate als die Carbo-Loader.

Der US-Wissenschaftler Loren Cordain beschreibt in seinem Buch "Paleo Diet", wie ein 52-jähriger erfolgreicher Trainer und aktiver Läufer, Joe Friel, Höchstleistung mit kohlenhydratarmer Kost erreicht. Nach einer Gewöhnungsphase von 2 Wochen konnte Friel länger und intensiver trainieren. Er qualifizierte sich sogar für die Weltmeisterschaft. Dann empfahl er die Ernährungsweise auch seinen Athleten. Einer davon, Ryan Bolton, gewann 2000 in Sydney den Ironman.

In Deutschland hat sich der Ernährungswissenschaftler Jan Prinzhausen dem Thema intensiv gewidmet. In seinem Buch "Logi und Low Carb in der Sporternährung" (Systemed-Verlag, um 25 Euro) stellt er die Eigenschaften von kohlenhydratbasierender denen der alternativen Sporternährung gegenüber. Dazu wertet er Ergebnisse von mehr als 600 Studien aus. Ergebnis: Viele Hobbysportler würden von fett- und eiweißreicherer Kost sowie von der Logi-Ernährung (logi = low glycemic and insulinemic, auf Deutsch: mit niedrigem Blutzucker- und Insulinspiegel) genauso profitieren wie Profis – oft sogar noch mehr.

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