Datenroaming: Günstig surfen im Ausland

Günstig surfen im Ausland
Bis Mitte Juni 2017 soll Telefonieren und Surfen im EU-Ausland günstiger werden

Europa will 2017 die Gebühren für Datenroaming abschaffen. Wir verraten Ihnen, wie Sie bis dahin auch im Urlaub günstig surfen

Telefonieren und Surfen im EU-Ausland wird günstiger. Die EU-Staaten haben sich vergangene Woche in Brüssel darauf geeinigt, die Roaming-Gebühren bis Mitte Juni 2017 abzuschaffen. Danach muss niemand mehr fürchten, die Handyrechnung durch mobiles Surfen am Urlaubsstrand unnötig in die Höhe zu treiben.

Bis dahin gelten im EU-Ausland weiterhin Preisobergrenzen für mobiles Surfen und Telefonieren. Mit den Kumpels telefonieren Sie aktuell für maximal 19 Cent pro Minute und der eingehende Anruf von Mutti kostet Sie maximal 5 Cent pro Minute. Eine SMS an die Liebste schlägt mit 6 Cent zu Buche und wer außer auf Wellen auch im Netz surft, zahlt 20 Cent pro Megabyte (zzgl. Mehrwertsteuer). Zum 30. April 2016 sollen diese Preise auf 5 Cent pro Minute für Anrufe, zwei Cent pro SMS und fünf Cent pro Megabyte fürs Surfen sinken.

Urlaubern, die zusätzliche Kosten durch das Smartphone vermeiden wollen, empfiehlt BITKOM die Datenverbindung im Ausland manuell auszuschalten, da manche Apps auch im Hintergrund arbeiten und Daten übertragen können.

Sie wollen auch im Urlaub nicht auf das Smartphone verzichten? So surfen und telefonieren Sie am Strand schon diesen Sommer günstig:

Option 1:  EU-Roaming
Wer nur mal kurz zuhause anruft oder Urlaubsgrüße per SMS versendet, kann auf das EU-Roaming zurückgreifen. Die Preisobergrenzen halten die Kosten überschaubar. Zusätzlich schützt ein gesetzlicher Cut Off-Mechanismus vor hohen Kosten. Ab einem Rechnungsbetrag von 50 Euro wird die Verbindung automatisch abgebrochen. Diese Obergrenze kann auf Wunsch des Nutzers beim Provider verschoben werden. Obergrenzen und Cut Off gelten allerdings nur innerhalb der EU.

Option 2: WiFi-Hopping
Viele Hotels und Touristenattraktionen bieten einen freien WLAN-Zugang an. Wo der nächste Hotspot liegt, verraten Websites wie hotspot-locations.de und w-lan-hotels.de oder Apps wie WiFi Finder und WiFi Map. Gerade zum Installieren von Apps oder beim Download größerer Daten bieten sich WLAN-Verbindungen an.

Option 3: Auslandspakete vom Provider
Wer auch im Urlaub viel und unabhängig von WiFi-Hotspots surfen will, kann monats-, wochen- oder tageweise Auslandspakte bei seinem Anbieter buchen. Zu einem Festpreis stehen so eine bestimmte Anzahl an Freiminuten, SMS oder ein gewisses Datenvolumen zu Verfügung. Diese Variante lohnt sich vor allem für Urlauber, die zwei bis drei Wochen im Jahr im Ausland verbringen und unterwegs surfen möchten. Diese Angebote gehen oft über die EU-Grenzen hinaus und lohnen sich daher zum Beispiel auch für den Badeurlaub in der Türkei oder den Städtetrip nach Zürich.

Option 4: Die Flatrate
Auslandsflatrates lohnen sich wegen der langen Mindestlaufzeit vom 12 Monaten nur für Vielreisende. Je nach Tarif kommen dabei Kosten von jährlich 60 bis 120 Euro auf den Nutzer zu.

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