Willenskraft: Gute Taten machen uns stark

Gute Taten machen uns körperlich und mental stark
Gute Taten machen uns körperlich und mental stark

Anderen zu helfen stärkt unseren Körper und Willen. Davon kann auch eine Diät profitieren

Gute Taten fördern die körperliche Stärke und die persönliche Willenskraft, so das Ergebnis einer Studie von Kurt Gray, Psychologe an der Harvard University in den USA. Diejenigen Studienteilnehmer, die moralisch handelten - und sei es nur in ihrer Vorstellung - konnten anschließend ein schwerere körperliche Leistung vollbringen.

Konkret wurde den Probanden freigestellt, einen Geldbetrag zu spenden oder in die eigene Tasche zu stecken. Diejenigen, die das Geld spendeten, konnten ein 2,5 Kilogramm schweres Gewicht im Durchschnitt 10 Sekunden länger halten.

In einem zweiten Test sollten sie eine fiktive Geschichte über sich selbst schreiben, in der Sie jemandem halfen, ihm schadeten oder sich neutral ihm gegenüber verhielten. Diejenigen, die sich als Helfer beschrieben, waren auch nach diesem Test körperlich deutlich stärker als die anderen.

"Menschen sehen andere, die gute Taten vollbringen, und denken häufig 'Das könnte ich niemals tun' oder 'Dafür hätte ich nicht die Kraft'. Aber die Studie lässt vermuten, dass Körperkraft ein Effekt und nicht die Ursache moralischer Taten ist," erklärt Gray.

Sehe man sich selbst als stark und überlegen an, sei man auch mental stärker, so Gray. Daher sein Vorschlag: "Wahrscheinlich erhöht man seine Chancen, den Süßigkeiten am Arbeitsplatz zu widerstehen, indem man vor Bürobeginn sein Wechselgeld vom morgendlichen Kaffee einem guten Zweck spendet."

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