Immobilien-Auktion: Schlagen Sie zu

Meerblick
Hatte er jetzt eigentlich die gelbe oder die rote Hütte gekauft?

Bei Zwangsversteigerungen von Immobilien tauchen mitunter wahre Schnäppchen auf. Was Sie beachten müssen

Zum Ersten: Informieren
„Gut vorbereiten und nicht einfach drauflos steigern“, rät Marc Fochler von der Kanzlei Fochler Kolb Fugel aus Hamburg. Holen Sie genaue Informationen über das Objekt ein: Wert und Zustand der Immobilie stehen im Wertgutachten, das beim Amtsgericht ausliegt. Hier finden Sie Details über Grundstücksgröße, Mietverhältnisse und Hypotheken. „Doch nicht immer geben diese Urteile den tatsächlichen Marktwert wieder“, so der Anwalt. Zudem können sie bis zu zwei Jahre alt sein. Wenn möglich, besichtigen Sie das Objekt noch einmal mit einem eigenen Bausachverständigen, am besten außen und innen.

Zum Zweiten: bieten
Besuchen Sie andere Versteigerungen, bevor Sie loslegen – um Auktionsluft zu schnuppern! Termine gibt es beim Amtsgericht, in Tageszeitungen und unter www.zvg.com. Aktuelle Infos über das Objekt gibt es kurz vor der Versteigerung. „Unbedingt pünktlich sein“, rät der Experte. Die eigentliche Versteigerung dauert mindestens 30 Minuten. Setzen Sie sich ein Limit und überschreiten Sie es nicht. Wichtig: Die Gläubigerbank verlangt in der Regel bei Abgabe eines Gebots eine Sicherheitsleistung von zehn Prozent des Verkehrswertes (als zentralbankbestätigten Scheck).

Zum Dritten: bezahlen
Wenn Sie den Zuschlag bekommen, sind Sie neuer Eigentümer und müssen für den Immobilienpreis, die Grunderwerbssteuer, die Kosten des Grundbucheintrags und eine Gerichtsgebühr aufkommen, die sich nach der Höhe des höchsten Ge-bots richtet (davon etwas weniger als ein Prozent). Vorteil: erheblich höhere Notarkosten für normalen Immobilienerwerb entfallen.

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