Übergewichtsforschung: Halsumfang als Ersatz für BMI?

Halsumfang gibt Auskunft über Tendenz zu Übergewicht
Die Messung des Halsumfangs ersetzt möglicherweise bald schon den BMI

Die Tendenz zu Fettleibigkeit und daraus resultierenden Krankheiten ist möglicherweise durch das Messen des Halsumfangs vorhersehbar

Offenbar gibt es eine neue, simple Methode, den Körperfettanteil zu berechnen. Laut einer Studie der University of Michigan könnte der Halsumfang möglicherweise exaktere Informationen über Körpergewicht und die daraus resultierenden Gesundheitsrisiken geben als der Body-Mass-Index (BMI). Der BMI gilt bislang als umstritten, da seine Berechnung nicht zwischen Muskelmasse und Fett unterscheidet.

1 102 Kinder untersuchten Studienleiter Olubukola Nafiu und sein Team auf Größe, Gewicht und Halsumfang. Gemessen wurde an der hervorstechendsten Stelle des Halses, die bei älteren Männern der Adamsapfel wäre. Das Ergebnis: Ein Sechsjähriger mit einem Halsumfang von mehr als 28,4 Zentimetern leidet 3,6 Mal so häufig an Übergewicht bzw. Fettsucht als ein Gleichaltriger mit geringerem Wert.

Der Studie nach würde ein überdurchschnittlicher Halsumfang zudem auf gesundheitliche Einschränkungen wie zum Beispiel Diabetes und Bluthochdruck hindeuten, beides ist stark mit Fettleibigkeit verbunden.

Der Halsumfang könnte bald zu einer möglichen Untersuchungsform werden, um eine Tendenz zu Übergewicht zu erkennen, so Nafiu. Mit dieser neuen und kostengünstigen Methode könnten künftig gesundheitliche Risiken wie Diabetes möglicherweise vorhergesehen und rechtzeitig vorgebeugt werden.

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