Nachwuchsplanung: Handy beeinflusst Zeugungsfähigkeit

Handystrahlung beeinträchtigt die männliche Fruchtbarkeit
Vieltelefonierer gefährden womöglich ihre Zeugungsfähigkeit

Die Strahlung von Mobiltelefonen kann den Babywunsch beeinträchtigen. Vieltelefonierer haben schlechtere Spermien

Männer mit Nachwuchswunsch sollten offenbar weniger ihr Handy benutzen. Denn Handystrahlung beeinflusst die Spermaqualität und kann die Zeugungsfähigkeit einschränken, behauptet eine österreichisch-kanadische Studie. Und das obwohl durch die Mobiltelefonnutzung gleichzeitig die Konzentration des Hormons Testosteron ansteigt, so die Forscher der Medizinischen Universität in Graz.

Dafür verantwortlich sind die elektromagnetischen Wellen (EMW), die das Handy abstrahlt, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Andrologia". Einerseits erhöht sich der Testosteron-Spiegel durch die Wellen, andererseits geht der Level des so genannten luteinisierenden Hormons (LH) zurück, so Co-Autor Rany Shamloul von der Queen‘s University in Kingston, Ontario. Das LH sei für die Produktion und die Reifung der Spermazellen allerdings von großer Bedeutung.

Das Wissenschaftlerteam hatte das Sperma von zirka 1000 Handynutzern und 1000 Probanden ohne Mobiltelefon untersucht. Ergebnis: In der Handy-Gruppe war bei 68 Prozent die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, so Shamloul. Bei den Nichthandynutzern waren es hingegen nur 58 Prozent.

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