Pubertät: Hat mein Sohn Probleme?

Frage: Mein 14-jähriger Sohn ist sehr in sich gekehrt. Hat er ein echtes Problem, oder ist das nur eine pubertäre Phase?
Andreas George, per E-Mail
Hat mein Sohn Probleme?
Teenager erleben die Pubertät als eine Abfolge von Problemen

Unsere Antwort:

Es ist ziemlich normal, dass Kinder sich zurückziehen, wenn sie erwachsen werden. Phase oder Problem? Beides trifft zu: "Die Pubertät wird von Jugendlichen als eine Abfolge echter Probleme erlebt", erklärt Tatjana Schnell, Diplompsychologin an der Universität Innsbruck.

Ihr Sohn ist damit beschäftigt, seine eigene Identität zu finden und einen eigenen Standpunkt zu allen wichtigen Themen des Lebens zu definieren: Abgrenzung von den Eltern, die eigene Sexualität, Veränderungen des Körpers und Umgang mit den Freunden. "Dabei können Sie nicht mehr tun, als Gespräche anzubieten und ein verständnisvoller Ansprechpartner und Zuhörer zu sein", rät die Persönlichkeitspsychologin. Ein Drängen auf Selbstoffenbarung wäre falsch: "Das führt nur zu mehr Verschlossenheit", erklärt Schnell.

Lehrer sollten Sie nur ansprechen, wenn sich sein Verhalten komplett geändert hat und Sie gar nicht mehr an ihn herankommen – dann kann seine seelische Stabilität gefährdet sein. Am besten, Sie nehmen sich Zeit für ein paar Aktivitäten, bei denen sich Gespräche und Vertrautheit entwickeln können, gehen zum Beispiel ins Stadion oder auf den Sportplatz. Erzählen Sie von Ihrer eigenen Jugend – schließlich ist diese Zeit für jeden schwierig. Sie erinnern sich bestimmt ...

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