Jobs ohne Langeweile: Hauptberuf Held

Stuntmen sind hauptberuflich Helden
Er hat den Säbel unter Kontrolle: Stuntfighter Marko

Halsbrecherische Stürze und brutale Kämpfe sind Arbeitsalltag: Wie arbeitet ein Stuntman und wie wird man einer?

Marko kämpft um sein Leben. Wuchtig schwingt er den blutverschmierten Säbel immer wieder auf seinen Gegner herab. Doch der Andere pariert die Hiebe mit einer Lanze. Marko hastet auf die Balustrade, springt, und fällt. Fünf Meter tiefer kracht er in ein "Bett" aus Schaumstoff und Kartons. Die Zuschauer bekommen das nicht mehr mit. Für sie ist Marko soeben in den Tod gesprungen. Doch kurze Zeit später steht er wieder auf der Bühne und verbeugt sich. Die Menge klatscht begeistert.

Marko arbeitet als Pirat. Auf der Bühne eines Freizeitparks prügelt er sich zum Schein für das Publikum. Der Piraten-Job ist nur einer von Markos Aufträgen, denn der 32-Jährige ist ein Stuntfighter, ein auf Showkämpfe spezialisierter Stuntman. Als Stuntfighter verkörpert Marko Milutinovic den Traum vieler Männer: ein Held zu sein, und das auch noch hauptberuflich. Er meistert brutal aussehende Nahkämpfe und übersteht selbst Stürze aus mehreren Metern Höhe.

Seine Stunts sind vor allem bei Live-Shows gefragt. Auch für Fernseh- und Filmproduktionen wird der Hamburger gebucht. Angefangen hat sein Stuntfighter-Dasein mit simpler Turnerei: Als Jugendlicher turnte er im Sportverein. Später nahm er Schauspielunterricht und trat in Werbespots auf. Neben seinen Jobs fing er ein Informatikstudium an, um etwas "Seriöses" zu machen. Doch trotz Uni-Abschluss ließ ihn die Showbühne nicht los – vor etwa sieben Jahren nahm ihn sein heutiger Kollege Joe Alexander in das Team der Stuntfighter Academy auf. Dort bringen die beiden nun jungen Stuntfightern ihr Handwerk bei.

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