Stress am Arbeitsplatz: Heikle Situationen im Großraumbüro lösen

Stress im Großraumbüro kann durch einfache Kniffe behoben werden
Großraumbüro: Viele Geräte machen höllisch Lärm und erzeugen Stress

Für mehr Sauerstoff legen Sie ein nasses Handtuch auf die Heizung, gegen Lärm hilft ein Soundmasking-System

Es ist zu laut: Wenn Ihr Chef Ihnen schon kein Einzelbüro zugesteht, dann wenigstens dem Kopierer! Viele Geräte machen höllisch Lärm. Und wo Sie gerade beim Boss sind: Bitten Sie auch um Stellwände. "Die schirmen Ihren Platz wenigstens etwas ab", sagt Regine Rundnagel von der Gesellschaft Arbeit und Ergonomie aus Offenbach. Besser: ein Soundmasking-System. Es erzeugt ein gleichmäßiges Hintergrund-Rauschen, das störende Einzelgeräusche wie Telefon­klingeln übertönt. Dafür werden Lautsprecher an der ­Decke angebracht. Kosten pro Quadratmeter: 30 bis 40 Euro (bergton.de).

Es ist zu eng: Nehmen Sie Maß: Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und -medizin gibt vor, dass Ihnen eine Fläche von mindestens zwölf Quadratmetern zusteht. Der Durchgang zu Ihrem Platz muss mindestens 60 Zentimeter breit sein. Wird dieser Spielraum bei Ihnen nicht eingehalten, sollten Sie mal ins Einzelbüro Ihres Chef reinschauen. Durch die ganzen Stellwände fühlen Sie sich wie in einem Schuhkarton? Lösung: Mattglas-Raumtrenner, da be­halten Sie wenigstens einiger­maßen den Durchblick, füh-len sich nicht so eingekastelt.

Es ist zu intim: Großraumbüros sind ideal für Teamarbeit, weil die Kommunikationswege kürzer sind. "Wollen Sie aber konzentriert arbeiten oder wichtige Gespräche führen, bei denen niemand zuhören soll, weichen Sie ruhig in einen Konferenzraum aus", sagt die Expertin. Gibt’s nicht? Wenn es nicht anders geht, bleiben Sie über Mittag, während die Kollegen beim Essen sind. Alternative: Sie fragen, ob es möglich ist, ab und zu von zu Hause aus zu arbeiten.

Es ist zu stickig: Das nächste Fenster ist drei Abteilungen entfernt? Selbstversorger greifen zu Sauerstoff aus der Dose (über gox.de, 4-Liter-Dose um 8 Euro). Besser: Machen Sie mit den Kollegen feste Zeiten aus, zu denen gelüftet wird. Zusätzlich produzieren Grün- und Wasserpflanzen Sauerstoff und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Efeu bindet sogar Giftstoffe wie Form­aldehyd. Für mehr Luftfeuchtigkeit können Sie auch ein nasses Handtuch auf eine Heizung legen – aber bitte nicht das benutzte Trainingshandtuch nehmen!

Es ist zu steril: Die Geschmäcker sind verschieden, deswegen bleibt das Großraumbüro karg? Mal ehrlich: Sie verbringen am Tag mindestens acht Stunden bei der Arbeit, also sollen Sie sich auch wohl fühlen! Dass Sie dabei auf Kollegen Rücksicht nehmen müssen, ist klar. Besonders störend ist es, wenn es laut wird oder Gerüche produziert werden. "Bringen Sie kleine Dinge mit, die Ihnen viel bedeuten, so fühlen Sie sich eher zu Hause", sagt Rundnagel. Außerdem wird Ihre Kreati­vität gefördert. In einem ­Büro, dass an ein Krankenhaus erinnert, sind Fehlzeiten doch vorprogrammiert!

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