Psoriasis-Impfung: Stoff schaltet Schuppenflechte aus

Ein Impfstoff der einen Teil des Immunsystems "abschaltet", könnte eine neue Therapieform gegen Schuppenflechte werden.

In ersten Tests verschwanden die Symptome der Schuppenflechte (med. Psoriasis) bei jedem vierten Betroffenen. In der Hälfte der Fälle trat eine Verbesserung der Hauterkrankung ein. Die Linderung hielt 18 Monate lang an.

Die entstellende Psoriasis (erhöhte, rote Hautflecken mit weißen Schuppen) wird vermutlich durch eine genetisch bedingte Störung des Immunsystems hervorgerufen, die ein beschleunigtes Wachstum von Hautzellen auslöst. Bis zu zwei Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Bisherige Therapien bringen Linderung, aber keine Heilung.

Der Impfstoff wurde von zwei neuseeländischen
Biotechnologieunternehmen (Genesis; www.genesis.co.nz und Corixa; www.corixa.com) gemeinsam entwickelt. Die Forscher sagen, dass eine einzige Impfung einen lang anhaltenden Schutz bieten kann. Der Impfstoff wurde an 24 Personen mit Psoriasis getestet, größere Studien laufen zurzeit, berichtet das britische Fachmagazin "New Scientist".

"Irgendwie programmiert der Impfstoff das Immunsystem um und schaltet Zellen aus, die die Haut angreifen", erklärt der leitende Wissenschaftler James Watson. Die Forschung habe sich bisher auf die Suche nach den krankheitsauslösenden Proteinen konzentriert.Sein Team setzte dagegen auf die Veränderung der Antwort des Immunsystems.

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