Restaurant-Guide: Südstaaten-Küche ist herzhaft & gesund

Achtung: Beim Essen in Restaurants lauern Fettfallen
Sie hatte für das Abendessen extra ihre besten Pumps angezogen

Die Amerikaner futtern nur Hamburger und Fritten? Stimmt nicht, denn im Süden wird herzhaft gekocht und gegrillt

HERZHAFTE SÜDSTAATEN-KÜCHE
Der Süden der USA bietet kulinarische Vielfalt: Die Kreolen (Nachkommen spanischer Einwanderer) kochen mit Tomaten, Knoblauch, Meeresfrüchten und Kräutern, würzen im Gegensatz zu den Cajuns (französische Vorfahren) aber zurückhaltender. Die Cajun-Küche ist würzig, deftig und vor allem scharf.

Zugreifen:

Gegrillter Mahi-Mahi: (Goldmakrele, Herkunft Tropen und Subtropen) mit Gurken-Relish und Kokosnussreis. Anders als unsere heimische Makrele enthält Mahi-Mahi nur ein Prozent Fett. "Fisch ist als Eiweißlieferant gesünder als Fleisch", sagt Vivien Angres, Diplom-Ökotrophologin an der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle der Uni Göttingen. "Er ist leichter verdaulich, reich an hochwertigem Eiweiß, Jod und – im Gegensatz zu Fleisch – ungesättigten Fettsäuren. Dagegen hat er meist wenig Fett und Cholesterin."

Bewertung:
+: hochwertiges Eiweiß
+: wertvolles Jod
+: ungesättigte Fettsäuren
+: Kohlenhydrate

Chicken with Black Beans: Gegrillte Poulardenbrust mit schwarzen Bohnen und Tomaten- Koriander-Salsa. Das Hühnerfleisch enthält viel Eiweiß und Niacin (wichtig für Nerven und Gehirn). Lycopin, der rote Farbstoff der Tomate, ist ein wirksamer Zellschutz. Die Bohnen sind ballaststoffreich, fast fettlos und senken den Cholesterinspiegel (als Sättigungssubstanz ideal). Außerdem unterstützen die Ballaststoffe eine gesunde Verdauung.

Bewertung:
+: vitaminreich
+: fettarme Zubereitung
+: fettarmes Fleisch
+: ballaststoffreich

Jambalaya: Eintopf aus Reis, Rauchfleisch, Meeresfrüchten, Chili, Paprika, Tomaten. Einziges Problem: Das Rauchfleisch enthält potentiell krebserzeugende Nitrosamine. Tomaten und Paprika liefern hingegen sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die vor Krebs schützen. Außerdem ist die Fleischmenge im Verhältnis klein. Fast wie Medizin wirken die Gewürze: Chili gibt den Gerichten nicht nur Pfiff, sondern regt auch den Stoffwechsel an. Und Knoblauch erhöht die Lebenserwartung dank der krebs- und herzschützenden Biostoffe.

Bewertung:
+: viele Kohlenhydrate
+: wenig Fett
+: sekundäre Pflanzenstoffe
- : krebserzeugende Nitrosamine

Vorsicht: Einiges auf der Südstaaten-Karte ist nicht ohne. BBQ-Rips (gegrillte Schweinerippchen mit Honig-Marinade) sind mit 500 bis 700 kcal pro Portion noch nicht im letalen Bereich, aber fleischlastig und fett mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin.

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