Lawine und Co.: Hilfe bei Naturgewalten

Bei Gewitter überleben
Bei Gewitter besser nicht hinlegen, sondern in Hock-Knie-Stellung gehen

Es heißt zwar "Mutter Natur" - aber die Wildnis wird nicht immer so nett zu Ihnen sein, wie Ihre Mama. Mit diesen Tipps sind Sie gegen alle Launen der Diva gewappnet.

Sandsturm

  • Versuchen Sie, in Deckung zu gehen: Schaffen Sie es zu einer schützenden Stelle (zum Beispiel einem Steinhaufen), verkriechen Sie sich mit dem Rücken zum Wind. Bedecken Sie den ganzen Körper, vor allem aber Mund und Gesicht. Abwarten, bis der Sturm sich gelegt hat.
  • Keine Deckung in Sicht? Dann legen Sie sich auf die Seite, den Rücken zum Wind. Bedecken Sie Ihr Gesicht. Keine Angst: Man wird vom Sand nicht lebendig begraben!

Lawine

  • Vorbeugen: Die Lawinengefahr ist höher an steilen Hängen ab 30 Grad, in Gipfelnähe und an Nordost-Hängen. Verhalten Sie sich ruhig – laute Geräusche können Lawinen auslösen. Kleine Lawinennotsender sollten für den Fall der Schnellfälle zur Standardausrüstung gehören.
  • Flüchten Wenn der Schnee über Ihnen tatsächlich ins Rutschen kommt, dann nichts wie weg. Versuchen Sie, zumindest zum Rand der Lawine zu gelangen. Peilen Sie ein natürliches Hindernis bergab an, zum Beispiel einen Felsüberhang.
  • Schwimmen Holt der Schnee Sie ein, werfen Sie Rucksack und alles, was Sie behindert, sofort weg. Klammern Sie sich an Büsche und Bäume. Werden Sie trotzdem fortgerissen, versuchen Sie Rücken- oder Freistilschwimmen, um sich an der Oberfläche zu halten. Mund zu!
  • Der Schnee gräbt Sie trotzdem ein? Hände über den Kopf legen, damit Sie Bewegungsspielraum behalten! Versuchen Sie, eine Luftkammer um den Kopf herum zu schaffen. Wenn Sie können, graben Sie sich dann wieder ans Tageslicht.

Gewitter
Theoretisch können Blitze überall einschlagen. Praktisch tun sie das aber nur an bestimmten Stellen: (kleinen) Erhebungen.

  • Runter vom Gipfel, und weichen Sie Eichen – aber suchen Sie auch keine alleinstehenden Buchen. Auch auf freiem Feld sind Sie nicht besonders sicher.
  • Ist es für eine Flucht zu spät, sollten Sie den Boden nur mit Zehen, Knien und Händen berühren (Hock-Knie-Stellung), den Kopf senken. Wer sich flach hinlegt, bietet mehr Angriffsfläche, auch wenn er niedriger ist. Optimal, wenn Sie auf einer isolierenden Unterlage hocken (Kleidung, flacher Stein).
  • Unter einem schützenden Überhang nie direkt an die Wand lehnen – dort fühlt sich auch der Blitz wohl. Falls Sie sich in eine Bodenkuhle kauern wollen: Diese sollte mindestens 1,5 m tief sein, sonst durchläuft sie der Blitz, statt sie zu überspringen.
  • Und falls Sie gerade Schwimmen – raus aus dem Wasser!

Waldbrand
Nicht nur, dass der Wald für Ihre Survival-Tour Feuer und Flamme ist – sie sind vom Waldbrand richtiggehend eingeschlossen.

  • Nase auf: Versuchen Sie, die Richtung des Brandes festzustellen, und weichen Sie ihm aus.
  • Augen auf Halten Sie nach der nächsten Feuchzone Ausschau – egal, ob Fluss oder Tümpel. Springen Sie rein – alle Kleidungs- und Körperteile müssen nass werden. Auch das Wasser wird sich zwar erwärmen, doch nur ein sehr großer Brand könnte einen flachen Teich zum Kochen bringen.
  • Nase zu Das Feuer frisst den vorhandenen Sauerstoff. Versuchen Sie daher, sich möglichst wenig zu bewegen, um nicht zu schnell zu atmen. Vor dem Rauch schützt ein feuchtes Stück Stoff vor Mund und Nase.
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