Penis-Probleme: Hilfe bei Schmerzen im Penis

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Wenn der Penis schmerzt oder gar schlapp macht, werden auch harte Kerle weich. Hier steht, was hinter den 12 häufigsten Penis-Problemen steckt und wie Ihr bester Freund schnell wieder fit wird

Penis-Probleme beim Sex: Von schmerzend bis schlaff

Stress mit dem besten Kumpel will keiner. Man kennt sich schließlich schon seit der Geburt. Doch einer Online-Umfrage von Men’s Health zufolge hatte jeder Dritte bereits mindestens einmal Stress mit seinem besten Stück, etwa: Schmerzen beim Wasserlassen, Ablagerungen unter der Vorhaut oder eitrige Pickel in der Intimregion.

Kein Wunder, denn trotz seiner gelegentlichen Härte ist der Penis ein echtes Sensibelchen und reagiert äußerst empfindlich, sowohl auf Wasch- als auch auf Sex-Orgien. Was bei welchem Befund zu tun ist, erklärt Dr. Tobias Pottek, Chefarzt der Urologie im Asklepios-Westklinikum Hamburg.

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Penis-Probleme: Penisverkümmung: Ihr Penis ist krumm

Mögliche Ursache: Die Natur. Im erigierten Zustand sind nur wenige Penisse gerade. Die meisten weisen eine mehr oder weniger ausgeprägte Krümmung auf“, beruhigt Pottek.

Lösung: Solange Ihr bester Freund beim Geschlechtsverkehr keinen Kummer macht, ist alles okay. „Nur 2 Prozent aller Männer leiden tatsächlich unter krankhafter Verkrümmung, dem so genannten Morbus Peyronie. Dann ist der Penis um etwa 50 bis 90 Grad verkrümmt. Diese Schwellkörper-Fehlbildung wird operativ behoben, der zu lange Schwellkörper wird gekürzt“, so Pottek. Verkrümmt sich Ihr sonst gerader Penis beim Liebesspiel schmerzhaft, ist vermutlich das Vorhautbändchen zu kurz. Es sollte chirurgisch durchtrennt werden.

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Penis-Probleme: Pickel: Am Schaft sind Pickel

Mögliche Ursache: „Überall da, wo wir Haare haben, können durch verstopfte Talgdrüsen und Haarbälge Pickel entstehen – also auch am Penisschaft. Rasuren im Intimbereich reizen die Haut zusätzlich und können die Talgdrüsen-Entzündung anfeuern“, so der Urologe.

Lösung: „Pflegen Sie Ihren Penis mit parfümfreier und tendenziell saurer Seife mit einem pH-Wert von 5“, empfiehlt Pottek. „Dann wird der Säureschutzmantel Ihrer Haut nicht angegriffen. Bei schwerwiegenderen Problemen sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen.“

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Penis-Probleme: Herpes: Auf dem Penis bilden sich juckende Blasen

Mögliche Ursache: Herpes genitalis – diese Infektion zählt zu den weltweit verbreitetsten Geschlechtskrankheiten, da etwa 90 Prozent aller Menschen Herpes-Viren in sich tragen. Und diese können nicht nur, wie Typ 1, an den Lippen ausbrechen, sondern auch am Penis.

Lösung: „Suchen Sie Ihren Hausarzt auf, damit er Ihnen ein Anti-Viren-Präparat mit einem speziellen Wirkstoff verschreiben kann. Und verzichten Sie auf Sex, bis es abgeklungen ist“, empfiehlt Pottek. Waschen Sie sich jedes Mal gründlich die Hände, wenn Sie die Bläschen beziehungsweise die nässenden Geschwüre berührt haben. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, da die Viren ein Leben lang im Körper ruhen und jederzeit aktiv werden können, etwa durch Stress, Sonne oder Ekel. Wer mehr als 6-mal im Jahr mit Herpes zu kämpfen hat, sollte mit dem Arzt über die dauerhafte Einnahme eines Medikamentes sprechen.

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Penis-Probleme: Feigwarzen: Am Eichelrand wachsen kleine Warzen

Mögliche Ursache: „Entweder handelt es sich hierbei um harmlose und nicht ansteckende Hornzipfel oder um gefährliche Feigwarzen, die bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen können“, erklärt der Hamburger Urologe.

Lösung: „Eine sichere Unterscheidung kann nur durch den Urologen oder einen Hautarzt erfolgen“, sagt Pottek. Und während es sich bei den Hornzipfeln um eine rein kosmetische Angelegenheit handelt, müssen die Verursacher der Feigwarzen, die humanen Papillomaviren (HPV), konsequent behandelt werden. „Mittel der Wahl sind hier zum einen immunstimulierende Medikamente, damit die körpereigene Abwehr diese Viren bekämpft, zum anderen wachstumshemmende Arzneien, die das Absterben der Feigwarzen herbeiführen“, so Pottek. Wie bei Herpes ist bisher keine vollständige Heilung möglich. Betroffene sollten regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen.

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Penis-Probleme: Schmerzen: Sie spüren beim Orgasmus heftige Schmerzen

Mögliche Ursache: Pottek: „Das weist auf eine Prostata-Entzündung hin.“ Übeltäter sind in vielen Fällen beim Geschlechtsverkehr übertragene Darmbakterien oder Chlamydien, die durch die Harnröhre in die Prostata wandern.

Lösung: Suchen Sie unbedingt den Urologen auf! Eine unbehandelte Prostata-Entzündung kann Potenzprobleme auslösen. Der Arzt wird die Vorsteherdrüse auf Schwellungen und Vergrößerungen abtasten, Prostata-Sekret, Urin und Sperma auf Bakterien untersuchen und gegebenenfalls ein Antibiotikum verschreiben.

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Penis-Probleme: keine Ejakulation: Es kommt beim Sex zu keinem Samenerguss

Mögliche Ursache: Das Problem kann unterschiedliche Ursachen haben. So könnte etwa eine Tumor-Erkrankung dahinterstecken. Oder Ejakulationen werden nach innen fehlgeleitet. Auch Stress (im Job, in der Beziehung) kommt als Ursache in Frage. Experten vermuten, dass ungefähr jeder 10. Mann unter Orgasmusstörungen wie dem trockenen Höhepunkt leidet.

Lösung: Auch in diesem Fall sollte dringend ein Facharzt aufgesucht werden. Dann können Entspannungstechniken (etwa Yoga) hilfreich sein, in schwierigeren Fällen ein Psychologe.

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Penis-Probleme: Ausfluss: Aus Ihrem Penis tröpfelt es

Mögliche Ursache: „Kommt zum Ausfluss einer weiß-gelben Flüssigkeit ein Brennen beim Wasserlassen, haben Sie vermutlich Gonorrhöe, also einen Tripper“, so Pottek. Betroffen von dieser Geschlechtskrankheit sind meist Männer, die ungeschützten Sex mit oft wechselnden Partnerinnen haben.
Lösung: Kondome schützen zuverlässig. Im Ansteckungsfall verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. „Aus zwei Gründen ist die medikamentöse Behandlung wichtig. Zum einen können die Bakterien ansonsten in die Prostata und die Nebenhoden wandern und dort langfristig schwere Erkrankungen auslösen. Zum anderen springen die Gonokokken unbehandelt von einem Sex-Partner zum anderen“, so Pottek. Bleiben Sie bis zur Heilung sexuell abstinent und informieren Sie unbedingt all Ihre Sex-Partnerinnen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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Penis-Probleme: Jucken: Die Haut auf Ihrer Eichel juckt und brennt

Mögliche Ursache: „Die Symptome sprechen für eine Eichel-Entzündung“, sagt Pottek.  „Sie kann etwa durch übertriebene Körper­hygiene ausgelöst werden, wenn das Glied zu oft und mit reizenden Reinigungsmitteln gewaschen wird. Diese trocknen die Haut aus und stören dadurch die Barrierefunktion der Hornschicht. Möglich ist auch eine Infektion mit Erregern durch ungeschützten Sex“, sagt der Experte. 

Lösung: „Reden Sie mit Ihrem Hautarzt oder Urologen über das Problem. Nichtinfektiöse Entzündungen reagieren rasch und nachhaltig auf Cortisonsalben. Sind sexuell übertragbare
Erreger die Übeltäter, hilft ein Antibiotikum. Wichtig: Ihre Partnerin sollte mitbehandelt werden, um den Ping-Pong-Effekt – ständige gegenseitige Neuinfektion – zu unterbinden! Der Betroffene sollte seine Intimpflege auf ein normales Maß beschränken“, rät der Urologe.

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Penis-Probleme: Phimose: Ihre Vorhaut lässt sich nicht zurückziehen

Mögliche Ursache: Eine Vorhautverengung (Phimose). Weil sich diese jedoch nach dem 5. Lebensjahr zumeist von selbst zurückbildet (ansonsten operativ behoben wird), könnte es sich um eine erworbene Phimose handeln. Die kann auf Verletzungen beim Masturbieren beruhen, aber auch durch die Zuckerkrankheit ausgelöst werden: Ein Diabetes schwächt das Immunsystem und begünstigt Entzündungen der Eichel oder der Vorhaut, und die daraus resultierenden Narben verstärken die Phimose.

Lösung: „Bei einer leichten Vorhautverengung hat sich die nichtoperative Behandlung durchgesetzt. Dabei wird die Vorhaut nach dem Auftragen cortisonhaltiger Creme ganz vorsichtig verschoben und gedehnt. In schweren Fällen hilft eine Beschneidung“, sagt Urologe Pottek.

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Penis-Probleme: Smegma: Unter der Vorhaut sind weiß-gelbe Krümel

Mögliche Ursache: „Im Normalfall handelt es sich um Smegma“, so Pottek. „Die talgige Substanz hat eine wichtige Funktion: Sie lässt die Verschiebung zwischen dem inneren und äußeren Vorhautblatt zu. Dennoch sollten Sie diese Ansammlung von Urin, Hautschuppen und Sperma täglich abwaschen, weil sie sonst vergärt, übel riecht und Entzündungen hervorrufen kann.“ Die oft als „Eichelkäse“ bezeichnete Absonderung steht im Verdacht, Penis- und Gebärmutterhalskrebs zu begünstigen.

Lösung: „Ziehen Sie beim Duschen vorsichtig die Vorhaut zurück und waschen Sie Smegma ab. Wer empfindliche Haut hat, benutzt eine pH-neutrale Waschlotion“, empfiehlt Pottek.

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Penis-Probleme: ständiger Harndrang: Sie müssen häufig pinkeln

Mögliche Ursache: Pottek: „Ist außerdem die Penisspitze gerötet, liegt wahrscheinlich eine Harnröhren-Entzündung vor. Sie wird oft beim ungeschützten Geschlechtsverkehr durch Erreger übertragen. Auch Unverträglichkeit von Verhütungs- oder Gleitmitteln ist möglich.“

Lösung: „Suchen Sie einen Urologen auf. Ein Abstrich aus der Harnröhre in Verbindung mit einer Urin-Untersuchung bringt eine sichere Diagnose. In den meisten Fällen genügt die Gabe eines Antibiotikums, das die Bakterien abtötet. Auch hier sollte die Partnerin zwingend mitbehandelt werden“, sagt der Urologe.

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Penis-Probleme: Erektionsstörung: Beim Geschlechtsverkehr wird Ihr Penis schlaff

Mögliche Ursache: Überlastung (Stress), aber auch Versagens­ängste führen nicht selten zu Erektionsproblemen. Diese können allerdings auch Symptome einer Grunderkrankung wie Durchblutungsstörungen oder Diabetes sein.

Lösung: Horchen Sie in sich hinein: Setzen Sie sich sexuell unter Druck? Haben Sie zurzeit einfach nicht den Kopf frei für Sex? Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin und versuchen Sie, die Belastung abzubauen, am besten durch Ausdauersport. Sie sind relaxt, aber Ihr Kumpel macht trotzdem schlapp? Pottek: „In dem Fall sprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt, damit er Krankheiten ausschließen kann.“

 

Umfassende Informationen zum Thema finden Sie in unserem Penis-Dossier.

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