Die harte Nuss im Unterleib: Hilfe für die Prostata

Prostata:  Harte Nuss im Unterleib
Manch harte Nuss ist eine lebenslange Baustelle

Die meisten Krebserkrankungen bei Männern betreffen die Prostata. Ihre Vorsteherdrüse braucht deshalb viel Zuwendung

Die Prostata des Mannes hat in etwa die Größe und Form einer Walnuss. Zum Glück sieht sie aber nur so aus, denn wäre sie wirklich eine, müssten Sie sich mit Rüsselkäfern und Walnussschalenmaden herumplagen. Dafür lauert leider eine andere Gefahr: Prostatakrebs. Aber wer seine Vorsteherdrüse gut kennt und weiß, was sie gerne mag, kann dieses Risiko minimieren.

Eine Statistik des Robert-Koch-Instituts in Berlin sieht auf den ersten Blick übel aus: Im Jahr 2002 sind allein in Deutschland 11 422 Männer an Prostatakrebs gestorben. Dennoch gibt es Gründe optimistisch zu sein – das beweisen die neuesten Forschungsergebnisse zu Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Prostatakrebs. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen, macht Sie zwar nicht gänzlich immun gegen einen Tumor, aber die wichtigste Drüse Ihres Körpers wird eine superharte Nuss, die gar nicht leicht zu knacken ist.

Vorbeugung

Bestimmte Grundnahrungsmittel der mediterranen Küche beugen Prostatakrebs vor. Eine aktuelle Untersuchung, die das renommierte „Journal of the National Cancer Institute“ veröffentlichte, belegt, dass Männer, die täglich mehr als 10 Gramm Knoblauch (drei Zehen) oder eine Frühlingszwiebel essen, ein um 50 Prozent geringeres Risiko haben als jene, die weniger als zwei Gramm konsumieren. Dafür können wir uns bei den organischen Schwefelverbindungen bedanken, die in beiden Gemüsesorten enthalten sind.

Und dann gibt es ja noch Rotwein: Rote Trauben sind prall gefüllt mit Resveratrol, einem Antioxidationsmittel, das in verschiedenen Pflanzen zu finden ist und – einem Bericht des M. D. Anderson Cancer Center an der Universität von Texas zufolge – helfen kann, der Entstehung von Prostatakrebs entgegenzuwirken. Ein Glas Rotwein am Tag reicht dafür schon aus. Frische Trauben sind als Prostataschutz ebenfalls geeignet. Saft ist nicht ganz so wirksam, weil Resveratrol vor allem in der Schale der Beeren enthalten ist.

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