Zahnkorrektur: Hilfe nach Zähneknirschen

Frage: Ich habe lange Jahre nachts mit den Zähnen geknirscht. Dadurch sind meine unteren Schneidezähne erkennbar verkürzt. Welche Möglichkeiten gibt es, diesen Verlust wettzumachen?
S. M., Lübeck
Hilfe beim Zähneknirschen
Wer seinem Lächeln medizinisch auf die Sprünge helfen will, braucht vor allem viel Geduld

Unsere Antwort:

Zuerst muss der Zahnarzt mit Hilfe einer Funktionsanalyse feststellen, ob die Zähne so weit abradiert sind, dass eine Wiederherstellung nötig ist. "Falls sich der Schaden in Grenzen hält, reicht es aus, dem Patienten eine Aufbiss-Schiene für die Nacht anzupassen. Das verhindert, dass sich die Zähne noch weiter abreiben", erklärt Dr. Gabriele Lindemaier, Zahnärztin an der Poliklinik München. Ist der Abrieb der Zähne allerdings bereits weiter fortgeschritten, muss mit einer ähnlichen Aufbissschiene zunächst eine Bisserhöhung durchgeführt werden. Denn durch das lang andauernde Zähneknirschen ergeben sich sowohl Veränderungen im Bereich der Kiefermuskulatur als auch Deformationen im Bereich des Kiefergelenkes.

Diese Fehlstellung kann nur Millimeter für Millimeter korrigiert werden. Für rund zwei Millimeter braucht man dabei laut Dr. Lindemaier mindestens ein halbes Jahr. Die Behandlung mit dieser Schiene wird von den Krankenkassen bezahlt. Nach der Bisserhöhung wird das Ergebnis mit Hilfe von Kronen oder Inlays stabilisiert. Dabei können entweder Gold (z. B. im Seitenzahngebiet) oder Keramik (für die Frontzähne) verwendet werden.

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