Geschlechtskrankheiten: HIV, Aids

HIV wird man nicht mehr los, aber: Die Lebenserwartung HIV-Infizierter ist heute nahezu normal

Virus-Infektion, die die Zellen des Immunsystems zerstört. Nach drei bis acht Wochen können Ausschlag, Durchfall oder Grippe-Symptome auftreten. Das Aids-Vollbild tritt erst nach Jahren auf, wenn das Immun- system bereits so geschwächt ist, dass es sich kaum noch gegen Infektionen aller Art sowie gegen Krebszellen wehren kann. Ansteckung über Genitalsekrete und Blut. Andere Geschlechts- krankheiten erleichtern das Eindringen des Virus. Infektion erst nach Auftauchen spezifischer Antikörper feststellbar (frühestens nach vier Wochen) und nach sechs Monaten sicher auszuschließen. Therapie ist schwierig.

Der Alltag mit HIV ist ein Kampf

Ein sicheres Todesurteil ist die Diagnose HIV-positiv nicht mehr, dank wirksamer Medikamente. Von den heftigen Nebenwirkungen treten bei den meisten Hautveränderungen, ständige Magenschmerzen und Durchfall auf – bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Ebenso häufig sind schwere Herz-Kreislauf- sowie Bauchspeicheldrüsen-Probleme. Ursache für die Schwere und Vielfalt von Nebenwirkungen ist, dass nur Cocktails aus drei oder mehr Wirkstoffen mit verschiedenen Angriffspunkten das Virus in Schach halten können. Faktisch Chemotherapie: Zwar nicht so hoch dosiert wie bei Krebs, dafür jeden Tag für den Rest des Lebens.

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