Schlafstörungen? Therapie geht vor Pille

Gesundes Paar
Danach wird er bestimmt gut schlafen...

Neue Hoffnungen für Schlafgestörte: Eine Kombination aus Tabletten und Verhaltenstherapie soll nach einer aktuellen Studie gute Erfolge zeigen.

Wer an Schlafstörungen leidet, greift meist zu Tabletten – und wacht am nächsten Tag trotzdem gerädert auf. Wenn es nach dem Schalfmediziner Göran Hajak ginge, würde sich das bald ändern: In einer neuen Studie hat er Leute, die chronisch schlecht schlafen, mit einer Kombination von Verhaltenstherapie und Tabletten behandelt.

Das Ergebnis: Das Schlafverhalten der Patienten besserte sich schnell und die Schlafmittel-Dosis konnte stetig reduziert werden. Die genauen Ergebnisse seiner Untersuchungen will der Schlafforscher morgen auf dem 9. Deutschen Kongress für Schlafforschung und –medizin vorstellen.

In Deutschland leidet jeder Zehnte an Schlafstörungen, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Laut Hajak ist das hormonell bedingt: Andere Studien belegen, dass Frauen in der Nacht mehr Stresshormone produzieren, so der Forscher.

Die Verabreichung von Schlafmitteln werde immer kritischer gesehen, sagt auch Hajaks Kollege Dieter Riemann: Erstens seien die Tabletten selbst schädlich – sie ermöglichen keinen gesunden Schlaf mehr – zweitens kommen die schlafstörenden Probleme nach Absetzen der Medikamente meist schnell wieder.

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