Sexualforschung: Hoher IQ killt Liebesleben

Kunsthochschüler sind bei Studienbeginn meist keine Jungfrauen mehr

Kluge Menschen haben weniger Sex, weil sie unsportlicher sind und sich mehr um Studium und Beruf kümmern

Superhirnen ist Sex offenbar zu schnöde – oder sie haben weniger Gelegenheit. Studenten in Fächern, in denen nur die brillianten Geister Erfolg haben, sind weitaus häufiger noch Jungfrau als beispielsweise Studenten in musischen Fächern, so eine US-Studie. So haben über 80 Prozent der Mathematik- und Biochemie-Studenten bis Studienbeginn (in den USA mit 17) noch keinerlei sexuelle Erfahrung gemacht. Im Gegensatz dazu ist unter Kunsthochschülern zu diesem Zeitpunkt fast keiner mehr unberührt. An Elite-Universitäten wie Princeton oder Harvard haben nur knapp die Hälfte der Studenten (alle Fächer zusammengenommen) bereits Sex gehabt – und liegen damit weit unter dem Durchschnitt.

Das Phänomen tritt laut der Studie bereits in der Schulzeit auf. Schüler mit einem – eher unterdurchschnittlichen – IQ zwischen 70 und 100 sind deutlich interessierter an Sex als ihre klugen Klassenkameraden. Mit jedem weiteren IQ-Punkt erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Jugendlichen enthaltsam sind um rund drei Prozent.

Tyler Cowen von der George Mason Universität in Virginia sieht die Gründe für dieses Ergebnis darin, dass intelligentere Menschen sich häufiger anderen Aufgaben zuwenden und beispielsweise intensiver mit ihrem Studium auseinandersetzen. Außerdem sind sie bei der Partnerwahl wählerischer und dazu noch körperlich unattraktiver, weil sie relativ wenig Sport treiben.

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