Testosteron: Hormonschub durch Workout

Pure Kraft
Er spürte seine Hormone förmlich pumpen

Sport beeinflusst den Hormonspiegel bei Männern. Wie viel, hängt von der Sportart und der Fitness des Einzelnen ab

Testosterongels und Steroide können Sie vergessen, wenn Sie richtig trainieren. Davon ist ein kanadisches Forscherteam überzeugt. Die Wissenschaftler behaupten, dass Mann auf der sicheren Seite ist, wenn man normal trainiert. Und sich nicht vor Nebenwirkungen von künstlichen Hormongaben fürchten muss.

Dr. Mark Tremblay aus Ottawa und seine Kollegen sind überzeugt, dass die beste Methode für einen ausgeglichenen Hormonspiegel – und damit für Gesundheit auch im Alter – ein regelmäßiges und individuelles Workout ist.

Die Forscher untersuchten die Hormonwerte bei 22 gesunden Männern zwischen 18 und 55 Jahren. Unter anderem die Männerhormone Testosteron, DHEA und das Stresshormon Cortisol. Diese werden im Alter immer weniger vom Körper produziert und beschleunigen so Alterserscheinungen wie Impotenz, Osteoporose und Muskelschwund.

In der Untersuchung von den 22 Testpersonen trainierten sieben mehr als sieben Stunden pro Woche mit Gewichten, acht liefen über 75 Kilometer und der Rest trieb gar keinen Sport. Die Hormonspiegel wurden bei allen Teilnehmern drei mal untersucht: Nach einer Ruhepause, nach einem Lauf und nach einem Hantelworkout.

Das Ergebnis: Die Sportart und die Fitness des einzelnen Teilnehmers schienen einen größeren Einfluss auf die Hormonproduktion zu haben als die Menge an verbrannten Kalorien.

Der Testosteron-Spiegel war bei allen drei Gruppen nach der Ruhepause oder dem Lauf höher als nach dem Gewichttraining. Andererseits hatten die geübten Läufer einen höheren Anstieg von DHEA nach dem Testlauf als die Gewichtheber und die Untrainierten.

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