Verhandlungsstrategien: Hübsche Frauen sind kampfeslustiger

Frauen und ihre Zickattacken
Attacke: Hübsche Kampfhennen setzen ihren Willen eher mit harten Bandagen durch

Attraktive Frauen und starke Männer setzen ihre Aggressivität als Verhandlungswährung ein

Attraktive Frauen oder zumindest die, die glauben, sie seien welche, setzen ihren Willen offenbar kampfeslustiger durch als Frauen, die sich nicht so hübsch einschätzen. Solche Frauen glauben eine bessere Behandlung zu verdienen und reagierten in Auseinadersetzungen aggressiver, so eine US-Studie. Demnach haben sie auch überdurchschnittlichen Erfolg, Konflikte für sich zu entscheiden, so die Studienverfasser von der renommierten Universität Berkley in Kalifornien.

Ebenso verhalten sich Männer, die einen überdurchschnittlich starken Oberkörper besitzen, so die Psychologen. Sie seien aufbrausender und haben größeren Erfolg in Auseinandersetzungen. Deshalb seien sie auch eher bereit, ihre persönlichen Ziele in Streitigkeiten oder sogar mit Gewalt durchzusetzen.

Die Forscher nehmen an, dass männliche wie weibliche Streithähne ihre Wut quasi als Verhandlungswährung einsetzen: Mit ihrer Aggressivität wollen sie den "Angreifer" dazu bewegen, sie besser zu behandeln. Denn der muss sonst damit rechnen, dass ihn ein harter Kampf erwartet, der ihn einiges kosten könnte – weshalb er vielleicht eher zum Einlenken bereit ist, so die Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences.

Allerdings sei dieses Verhalten eher evolutionär zu erklären, so Studien-Co-Autor Aaron Sell. "Wir wollen deshalb zeigen, dass dieses System nicht dafür geschaffen ist, in einer modernen Welt vernünftig zu handeln, sondern eher für die kleinere soziale Welt unserer Urahnen geeignet war." Denn damals sei die individuelle Kraft noch entscheidend für die Gruppe gewesen. Heute sei eine einzelne Kraft aber für seine Gruppe, bspw. eine Armee irrelevant.

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