Rauch-Stopp: Hypnose bei Rauchern zwecklos

Akupunkturnadeln
Kein Gegenmittel bei Rauchern: Hypnose

Für den Nutzen von Akupunktur und Hypnose bei der Raucherentwöhnung gibt es keinen Beleg, sagt ein dänischer Forscher. Ein Rat des Arztes oder Nikotinpflaster sind dagegen nachweisbar wirksam.

Der Einfluss von Akupunktur und Hypnose auf den Erfolg von Raucherentwöhnungen wurde in 62 größeren Studien untersucht. Bei keiner davon konnte ein signifikanter Effekt nachgewiesen werden, berichtet der Lungenfacharzt Professor Philip Tönnesen aus Kopenhagen laut einem Bericht der Ärzte-Zeitung.

Der dänische Experte rät daher ab, aufhörwilligen Rauchern diese Methoden zu empfehlen. Statt dessen seien andere Behandlungen vorzuziehen: Sowohl die Nikotinersatztherapie (z.B. mit Pflastern oder Kaugummi) als auch das Antidepressivum Buprion verdoppelten die Erfolgsquote, die nach einem Jahr mit Willenskraft allein bei fünf bis 15 Prozent liegt. So lauten die Ergebnisse Placebo-kontrollierter Studien, berichtet Tönnesen.

Sogar ein dringender Rat eines Arztes kann bei Rauchern deutlich mehr bewirken als spitze Nadeln: Pro Jahr geben nur zwei Prozent der Raucher ihr Laster spontan auf. Nach einem maximal dreiminütigen ärztlichen Appell erhöht sich die Quote auf fünf Prozent, berichtet Tönnesen von Ergebnissen US-amerikanischer Studien.

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